Hohe Differenzen bei Auszahlung
Lebensversicherer bekommen mäßige Noten

Wer vorschnell eine Kapital-Lebensversicherung unterschreibt, verschenkt möglicherweise einige zehntausend Euro.

afp BERLIN. Bei einer Versicherung mit einem guten Tarif bekommt der Verbraucher im Testfall am Ende der Laufzeit bis zu 45 000 Euro mehr ausgezahlt als bei einem Angebot mit schlechtem Tarif, wie die Stiftung Warentest am Dienstag in Berlin mitteilte. Die Zeitschrift "Finanztest" (April-Ausgabe) untersuchte insgesamt 126 Angebote. Nur jeweils zwei der 62 Tarife für Frauen und 64 Angebote für Männer erhielten dabei das Gesamturteil "sehr gut". Testsieger waren die Debeka und Europa Direkt.

Jeweils fünf Angebote für Frauen und Männer schnitten laut "Finanztest" mit guten Noten ab; der Großteil der Tarife war allerdings "befriedigend" oder nur "ausreichend". Die Angebote der Karlsruher wurden lediglich mit "mangelhaft" bewertet.

Nach Angaben von "Finanztest"-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen ist aber auch ein sehr gutes Angebot nicht für jeden Kunden optimal. Die Kapitallebensversicherung sei vor allem ein Produkt für Verbraucher, die über lange Zeiträume und einigermaßen sicher gut verdienen. Sie könnten damit eine ordentliche Rendite erzielen. Wer allerdings nicht genug Geld dafür übrig habe und bereits heute mit Brüchen in seiner Erwerbsbiografie rechne, für den sei die "Zwangsjacke" unter den Vorsorgeprodukte nicht geeignet. Etwa die Hälfte aller Kunden, die in den vergangenen Jahrzehnten eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen haben, konnte oder wollte ihre Beiträge nicht bis zum Vertragsende aufbringen.

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