Hohe Einmalbelastung durch Umstellung auf neue Bilanzierungsrichtlinien
Sony im 1. Quartal mit Verlust

Reuters TOKIO. Der japanische Technologiekonzern Sony hat im ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres 200/2001 einen Verlust verbucht. Netto sei von April bis Juni ein Fehlbetrag von mehr als 88,3 Mrd. Yen (umgerechnet rund 1,7 Mrd. DM) im Vergleich zu einem Gewinn von 18,4 Mrd. Yen im Vorjahreszeitraum angefallen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Allerdings habe die Umstellung der Bilanzierungsrichtlinien auf US-Standards zu einer sehr hohen Einmalbelastung geführt, hieß es. Aber auch operativ verdiente Sony weniger als im Vorjahr. Wechselkursbereinigt sank der Gewinn hier um gut 20 % auf 33,7 Mrd. Yen. Dabei stieg der Umsatz um fünf Prozent auf 1,56 Billionen Yen.

Ungeachtet der negativen Währungseinflüsse - also der starken Yen-Entwicklung - erzielte Sony allerdings einen um 120 % höheren operativen Gewinn. Sowohl Sony als auch Branchenexperten waren der Meinung, dass der Bilanzierungsbedingte Verlust des ersten Quartals keine Einflüsse auf den Cash-Flow der Firma haben werde.

Analysten zeigten sich allerdings unsicher über den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres. Vor allem die Einkünfte aus dem Verkauf der neuen Version des Videospiels Playstation, einem Verkaufsschlager von Sony, seien nach wie nicht klar. So nahm auch Sony selbst seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr drastisch zurück. Der Konzernüberschuss werde nunmehr bei zehn Mrd. Yen nach zuvor 120 Mrd. Yen gesehen, hieß es.

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