Hohe Elektronik- und Autoexporte
Konjunkturoptimismus der Bank von Japan erneut gestiegen

Die Bank von Japan (BoJ) hat im Juni das vierten Mal in Folge einen positiveren Konjunkturausblick gegeben als im Monat zuvor. In ihrem am Donnerstag vorgelegten Monatsbericht begründete die Notenbank ihren gestiegenen Optimismus vor allem mit der Aussicht auf eine von Exporten getriebene rasche Erholung der Industrieproduktion. Zugleich warnte sie aber, sinkende Nachfrage aus dem Ausland könnte den Aufschwung dämpfen.

Reuters TOKIO. "Japans Wirtschaft zeigt Zeichen der Stabilisierung bei einem deutlichen Anstieg der Ausfuhren und einem Anziehen der Produktion, obwohl die heimische Verbrauchernachfrage schwach bleibt", hieß es in dem Monatsbericht für Juni. Es ist das erste Mal seit dem Frühjahr 2000, dass die BoJ vier Monate in Folge einen jeweils positiveren Ausblick lieferte.

Gestützt auf hohe Elektronik- und Autoexporte war die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft im ersten Quartal nach der Rezession des vergangenen Jahres erstmals wieder gewachsen und zwar um 1,4 % zum Vorquartal. Jüngste Konjunkturdaten zeigen, dass die Erholung noch weitgehend von Ausfuhren abhängt, von denen die meisten in die asiatischen Nachbarländer gehen. So stieg der japanische Leistungsbilanzüberschuss im April um 21,7 % im Jahresvergleich auf 1,085 Billionen Yen (rund 9,15 Mrd. ?). Damit weitete sich der Überschuss den siebten Monat in Folge aus. Der Wert der Exporte stieg dabei zum Vorjahr um 1,3 %, während die Importe um 3,2 % abnahmen.

Trotz dieser Signale für eine allmähliche Belebung der japanischen Wirtschaft hatte die BoJ ihre Geldpolitik am Mittwoch wie erwartet unverändert gelassen und ist damit vorerst bei einer De-facto-Nullzinspolitik geblieben. Experten erwarten erst eine Abkehr von dieser Politik, wenn die seit drei Jahren währende Phase der Deflation in Japan beendet ist. Der anhaltende Preisrückgang erhöht die reale Schuldenlast von Unternehmen und Haushalten.

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