Hohe Forschungs- und Entwicklungsausgaben
Genmab verzehnfacht seine Verluste

Das dänische Biotechunternehmen Genmab hat nach eigenen Angaben im ersten Quartal 2002 seinen Nettoverlust wegen hoher Forschungs- und Entwicklungsausgaben verzehnfacht.

reuters KOPENHAGEN. Der Nettofehlbetrag in den ersten drei Monaten 2002 belaufe sich auf 11,7 Millionen Dollar nach minus 0,02 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte die am Neuen Markt gelistete Gesellschaft am Montag in Kopenhagen mit. Den operativen Verlust bezifferte die Firma mit 12,5 Millionen Dollar nach minus 4,1 Millionen Dollar im ersten Quartal 2001. Das Finanzergebnis habe 0,9 (Vorjahr: 4,1) Millionen Dollar betragen.

Genmab ist auf Medikamentenentwicklung spezialisiert, hat jedoch noch keine eigenen Produkte auf dem Markt. Aus diesem Grund weist die Firma nach Angaben einer Sprecherin auch noch keine Umsätze aus. "Der Anstieg der Ausgaben spiegelt die Ausweitung im Bereich Forschung und Entwicklung, der klinischen Tests einschließlich der Kosten für die Phase III-Studie von HuMax-CD4 sowie die Expansion der geschäftlichen Tätigkeiten wider", hieß es in der Pressemitteilung.

HuMax-CD4 ist ein Medikamentenkandidat gegen rheumatoide Arthritis, dem Branchenkenner ein Marktpotenzial von über einer Milliarde Dollar pro Jahr voraussagen. Erst am Freitag hatte Genmab mitgeteilt, dass zahlreiche HuMax-CD4-Patienten in klinischen Tests der Phase II lang anhaltende Behandlungseffekte aufwiesen. Ende Februar hatte die US-Gesundheitsbehörde FDA für die Beschleunigung des Zulassungsverfahrens von HuMax-CD4 einen so genannten Fast-Track-Status zugesagt. Die FDA vergibt diesen Status nur dann, wenn das Produkt für die Behandlung von ernsthaften und lebensbedrohlichen Krankheiten vorgesehen ist. Durch den Fast-Track-Status kann HuMax-CD4 möglicherweise bereits 2004 und damit ein Jahr früher als ursprünglich geplant auf den Markt kommen.

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