Hohe Kosten beim Fondskauf
Neue Spar-Kombiangebote blenden Anleger

Seit kurzem locken zahlreiche Banken mit kombinierten Anlageprodukten. Dabei wird die eine Hälfte des Geldes festverzinslich angelegt, meist auf ein Extra-Sparbuch, die andere fließt in einen Aktienfonds.

ddp.vwd FRANKFURT/M. Traumhafte Zinsen von bis zu sechs Prozent für die Festgeldanlage sollen die Anleger überzeugen. Doch Sparer sollten aufpassen, denn die Kombi-Anlage hat mehrere Haken: Sie ist unflexibel, riskant und nicht gerade billig.

Wer genau hinsieht, stellt fest, dass nicht die festen Zinsen über den Erfolg des Spar-Zwitters entscheiden, sondern die Fondsanlage. Hier sollte unbedingt darauf geachtet werden, welcher Art und Qualität der angebotene Fonds ist. Gehört er seit Jahren zu den Spitzenfonds seiner Klasse? Wie hoch schwankt er gewöhnlich?

Wer sein Geld beispielsweise nur für ein Jahr anlegen möchte, der kann mit einem hoch volatilen Aktienfonds gewaltig unter die Räder kommen, wenn dieser nach Ablauf von zwölf Monaten im Minus steht. Bei kurzem Anlagehorizont sollten Anleger daher einen Rentenfonds bevorzugen. Doch hier ist bei den meisten Kombi-Produkten Fehlanzeige. Viele Geldinstitute offerieren nur eine Handvoll Fonds, bei manchen besteht überhaupt keine Wahlmöglichkeit.

Ein weiterer gravierender Nachteil des Kombi-Sparens sind die hohen Kosten für den Fondskauf, betont die Allgemeine Deutsche Direktbank (DiBa). Alle Banken verlangen volle Ausgabeaufschläge, nicht selten bis zu sechs Prozent. Dadurch holen sie, zumindest teilweise, die Ausgaben für die hohen Festgeldzinsen wieder herein. Hinzu kommen Depotgebühren von mindestens 20 bis 50 Mark im Jahr.

Beide Ausgaben muss der Fonds erst einmal hereinwirtschaften. Schafft er das nicht, schmälert der Verlust den Ertrag des Festgeldes. Unterm Strich kann sogar ein Minus trotz hoher Festgeldzinsen entstehen. Als sichere Alternative zum Kombi-Sparen bietet sich bei kurzem Anlagehorizont ein gut verzinstes Tagesgeldkonto an.

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