Hohe Ordnungsgelder
Nur knapp jedes zehnte Unternehmen erfüllt Publizitätspflicht

Derzeit erfüllt nicht einmal jedes zehnte Unternehmen in Deutschland seine Publizitätspflichten. Vor allem ältere Firmenchefs veröffentlichen ungern Geschäftszahlen, berichtet das Würzburger Unternehmermagazin "Markt und Mittelstand - M&M".

ddp/vwd WÜRZBURG. Sie fürchteten, mit guten Bilanzen die Begehrlichkeiten von Kunden oder Mitarbeitern zu wecken. Gab es bislang kaum Sanktionen von der Börse, wird diese Verschlossenheit künftig sehr teuer.

Bei Verstößen drohen nach neuen gesetzlichen Bestimmungen Ordnungsgelder bis zu 25.000 Euro (rund 49.000 Mark). Geht es um die Beschaffung von Kapital, bleiben ohne Offenlegung der Unternehmenskennzahlen neue Geldquellen verschlossen, schreibt das Magazin.

Geheimniskrämerei sei zudem für die Wirtschaftspresse häufig Anlass, erst richtig zu recherchieren, heißt es weiter. Stammen die vermeintlichen Fakten über die Firma aus zweiter Hand oder sogar von Konkurrenten, machen Halbwahrheiten oder Gerüchte schnell negative Schlagzeilen, betont das Magazin. Den aus solchen Fehlinformationen entstehenden Imageschaden könnten Firmen meist nur sehr schwer oder gar nicht mehr korrigieren.

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