Hohe Rohstoffpreise drücken auf Margen
Celanese steigert Betriebsergebnis

Der Kronberger Chemiekonzern Celanese hat im ersten Quartal 2003 auf Grund von Preiserhöhungen sein Betriebsergebnis deutlich gesteigert und die Erwartungen von Analysten übertroffen.

Reuters KRONBERG. Das Betriebsergebnis sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 93 Prozent auf 58 Millionen Euro gestiegen, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Mittwoch mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Betriebsergebnis von 39 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz sei in dem Zeitraum um ein Prozent auf 1,1 Milliarden Euro gestiegen. Ausblickend bekräftigte Celanese, im ersten Halbjahr 2003 ein höheres Betriebsergebnis als in der ersten Jahreshälfte des vergangenen Jahres anzupeilen.

"Die verbesserten Ergebnisse im ersten Quartal profitierten von der Durchsetzung von Preiserhöhungen, die wir vorgenommen haben, um die deutlich gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten auszugleichen," sagte Celanese-Vorstand David Weidmann. Die Celanese-Aktien lagen zu Handelsbeginn 1,79 Prozent im Plus bie 18,78 Euro.

"Das Ergebnis ist sehr erfreulich und liegt über unseren Erwartungen", sagte Dennis Nacken, Analyst bei der Helaba Trust. "Es zeigt sich, dass sie einen guten Job machen." Die Kostensenkungen hätten sich ausgezahlt, so dass Profitabilität und Effizienz gestiegen seien, sagte er. Celanese, in der die Chemieaktivitäten der einstigen Frankfurter Höchst AG gebündelt sind, hatte 2002 ein umfassendes Sparprogramm begonnen. In der Tat sei es angesichts der hohen Rohstoffpreise ein recht gutes Ergebnis, kommentierte Harald Gruber von der WestLB Panmure die Zahlen. Die Gaspreise seien vermutlich der Grund für den vorsichtigen Ausblick.

Trotz eines positiven Verlaufs des 1. Quartal 2003 seien die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die nächsten Monate nur schwer einzuschätzen, hieß es. Celanese erwarte, dass die Rohstoff- und Energiekosten auf einem hohen Niveau verbleiben werden und die Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar anhalte. Gerade für Unternehmen der Chemieindustrie drückt dies erheblich auf die Gewinnmargen.

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