Hohe Rückstellungen
Kontron und Jumptec mit weniger Gewinn

Die beiden fusionierten iniaturcomputer-Hersteller Kontron und Jumptec haben im ersten Halbjahr 2002 einen Ergebnisrückgang verbucht.

Reuters MÜNCHEN. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) weise Kontron von Januar bis Juni einen Gewinneinbruch auf 4,8 (2001: 13,2) Mill. Euro aus, teilten die zum 12. August verschmolzenen Gesellschaften am Dienstag in einer Pflichtveröffentlichung mit. Der kleinere Verschmelzungspartner Jumptec habe ein Ebitda von 3,9 (4,5) Mill. Euro erwirtschaftet. Beim Umsatz verbuchte Kontron einen Rückgang auf 91 (103) Mill. Euro, während Jumptec ein Plus auf 42 (39) Mill. Euro verzeichnete. In einem nahezu unveränderten Börsenumfeld stieg die Kontron-Aktie, die im Auswahlindex Nemax-50 des Neuen Marktes notiert ist, im frühen Handel um über sieben Prozent auf 3,25 Euro.

Mitte Dezember hatten beide Gesellschaften überraschend ihre Fusion angekündigt und für das laufende Jahr ambitionierte Umsatz- und Ergebniszuwächse in Aussicht gestellt. Diese mussten beide Unternehmen allerdings auf Grund der Dollar-Schwäche und der weltweiten Wirtschaftsflaute Ende Juli zurücknehmen. So soll die verschmolzene Gesellschaft 2002 nun einen Jahresumsatz von 230 Mill. Euro erzielen, was um etwa 40 Mill. Euro unter den addierten Vorjahreswerten beider Gesellschaften läge. Bis vor wenigen Wochen war als Ziel noch die Marke von 300 Mill. Euro angepeilt worden. Nun will die neue Kontron kräftig auf die Kostenbremse treten. Früheren Angaben zufolge wird Kontron Jumptec erst ab September konsolidieren.

Noch keine Details über das Effizienzsteigerungsprogramm

Dank eines Effizienzsteigerungsprogramms, zu dem zunächst keine Details genannt wurden, wolle Kontron bis zum Schlussquartal einen Anstieg der Ebitda-Marge auf acht Prozent erreichen, hieß es. Unter dem Strich verbuchte Kontron im Halbjahr einen Verlust von 1,4 (plus 7,7) Mill. Euro, während Jumptec einen Gewinn von 1,0 (1,1) Mill. Euro auswies.

Das Ergebnis der alten Kontron sei dabei von einmaligen Rückstellungen in Höhe von fünf Mill. Euro für latente Risiken belastet. Hierbei handele es sich größtenteils um im Vorfeld der Verschmelzung erworbene Jumptec-Aktien, hieß es. Bereits vor einer guten Woche hatten die Gesellschaften Rückstellungen und Abschreibungen angekündigt, die das Jumptec-Ergebnis mit 9,8 Mill. Euro belasten werden. Die Rückstellungen wirkten sich aber nicht auf die Liquidität aus. Im ersten Halbjahr habe sich der operative Cash-Flow beider Gesellschaften auf 11,4 (2,5) Mill. Euro erhöht. Nach einer Verringerung der Bankverbindlichkeiten auf 34 (47) Mill. Euro, verfüge die fusionierte Gesellschaft nun über einen Kassenbestand von 50 Mill. Euro.

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