Hohe Sach- und Personalaufwendungen
DePfa kann Konzerngewinn leicht steigern

Die Hypothekenbankgruppe DePfa hat im ersten Quartal 2002 bedingt durch Einmaleffekte im vergangenen Jahr einen Rückgang beim Vorsteuerergebnis verbucht, den Konzerngewinn jedoch leicht steigern können.

Reuters DUBLIN/WIESBADEN. Das Vorsteuerergebnis habe im Konzern bei 128 Mill. ? nach 134 Mill. ? im Vorjahresquartal gelegen, teilte die Bank am Mittwoch mit. Dies entspricht einem Rückgang um 4,5 %. Allerdings hatte die DePfa im Vorjahresquartal durch den Verkauf ihres Anteils an der Deutschen Börse einen Sonderertrag von 19 Mill. ? verbucht. Um diesen Effekt bereinigt ergibt sich beim Vorsteuerergebnis ein Plus von 25,5 %. Der Konzerngewinn stieg den Angaben zufolge um 1,3 % auf 76 Mill. ?. Bereinigt um die Sondereffekte aus dem Anteilsverkauf ergibt sich ein Plus von 35,7 %.

Analysten sagten, die Zahlen hätten die Erwartungen weitgehend getroffen. Insgesamt sei aber der laufende Aufspaltungsprozess in zwei rechtlich selbstständige Häuser derzeit von weitaus größerem Interesse.

Den erweiterten Zinsüberschuss gab die Bank mit 174 (163) Mill. ? an. Der Provisionsüberschuss sank auf 31 (34) Mill. ?, beim Handelsergebnis verbuchte die Bank einen Fehlbetrag von zehn (minus zwei) Mill. ?. Allerdings verbuchte die Bank, die nach US-GAAP bilanziert, bei den sonstigen Erträgen und Aufwendungen einen deutlichen Zuwachs von 31,9 % auf 62 Mill. ?. Deutlich auf 25 (18) Mill. ? erhöht hat die Bank im ersten Quartal die Risikovorsorge im Kreditgeschäft.

Letzter gemeinsamer Quartalsbericht

Die DePfa steht vor ihrer Aufspaltung in zwei rechtlich selbstständige Institute. Den Angaben zufolge legte die Gruppe zum letzten Mal einen gemeinsamen Quartalsabschluss vor. Die Staatsfinanzierungsbank Depfa Bank Plc erzielte einen Vorsteuergewinn von 92 Mill. ? (plus 31,4 %). Der Zinsüberschuss inklusive der Zinsen aus Derivaten reduzierte sich um 4,8 % auf 59 Mill. ?. Die für das Immobiliengeschäft zuständige Aareal Bank erzielte im ersten Quartal einen Vorsteuergewinn von 41 (31) Mill. ?. Der Zinsüberschuss stieg um 36,6 % auf 112 Mill. ?. Beide Banken seien im Hinblick auf die Ertragsdynamik und die Rentabilität gut für die jeweils eigenständige Zukunft aufgestellt, teilte der Konzern weiter mit.

Zahlen treffen weitgehend Analystenerwartung

"Die Bank hat bei den Zahlen nicht enttäuscht", sagte Analyst Martin Peter von WestLB Panmure. Auf der Ertragsseite habe er allerdings beim Zinsüberschuss im Staatsfinanzierungsgeschäft etwas mehr erwartet. Bei der Risikovorsorge liege die Bank an der Obergrenze und auch die Kostenentwicklung sollte sich Peters Einschätzung zufolge nicht auf dem derzeitigen Niveau fortsetzen. Allerdings hingen die hohen Sach- und Personalaufwendungen auch mit dem Aufspaltungsprozess zusammen. Die Bank hatte die Verwaltungsaufwendungen für das erste Quartal mit insgesamt 104 Mill. ? (plus 18,2 %) angegeben.

Die Aktie notierte am Vormittag mit einem Plus von 0,98 % bei 77,00 ?.

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