Hohe Sonderkosten: Syngenta erfüllt Erwartungen

Hohe Sonderkosten
Syngenta erfüllt Erwartungen

Der Agrarchemiekonzern Syngenta hat im vergangenen Jahr einen Gewinn vor Sonderposten von 265 (Vorjahr 223) Millionen Dollar erzielt und damit bei der wichtigsten Kennzahl die Erwartungen der Analysten etwas übertroffen.

Reuters BASEL. Der Umsatz sank um zwei Prozent auf 6,197 (6,323) Milliarden Dollar, teilte Syngenta am Donnerstag mit. Im laufenden Jahr erwartet Syngenta wiederum eine Steigerung der Ergebnisse, sagte Syngenta-Chef Michael Pragnell in einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC. Die Erhöhung der Ebitda-Marge dürfte indes weniger als ein Prozent betragen. In Bezug auf den Umsatz sei Syngenta mit Aussagen zu diesem Zeitpunkt des Jahres vorsichtig, so Pragnell weiter.

Der Betriebsgewinn auf Ebitda-Ebene 2002 betrug 1,154 (1,127) Milliarden Dollar. Die Ebitda-Marge lag dementsprechend bei 18,6 (17,8) Prozent. Der Konzern plant die Ausschüttung einer erhöhten Dividende von 0,85 (0,80) Franken je Aktie.

Unter dem Strich resultierte bei Syngenta im letzten Jahr ein Verlust von 27 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 34 Millionen Dollar im Vorjahr. Die Sonderkosten in Zusammenhang mit der Bildung von Synergien und Restrukturierungen betrugen insgesamt 396 Millionen Dollar, davon waren 134 Millionen Dollar Wertberichtigungen, hiess es weiter.

Mit dem Schaffen von Synergien nach der Fusion der Agrochemiebereiche von Novartis und AstraZeneca im Jahr 2000 sei Syngenta nun allerdings weiter fortgeschritten als geplant; die jährlichen Einsparungen betragen 362 Millionen Dollar. Alleine 2002 seien Einsparungen von 197 Millionen Dollar und damit 22 Millionen Dollar mehr als zum Halbjahr in Aussicht gestellt realisiert worden.

Aufgrund der Schwäche der Aktienmärkte schoss Syngenta 2002 eine Summe von 135 Millionen Dollar in die Pensionskassen ein. Vom laufenden Jahr an will der Konzern rund 55 Millionen Dollar zusätzlich für Pensionen und Versicherungen aufwenden, um die langfristigen Forderungen decken zu können.

Die Verkäufe im Bereich Pflanzenschutz sanken 2002 um zwei Prozent auf 5,260 (5,385) Milliarden Dollar. Der Umsatz beim Saatgut war 937 (938) Millionen Dollar, hiess es weiter.

Syngenta hatte für 2002 eine Umsatzeinbusse von rund zwei Prozent und eine Steigerung der Ebitda-Marge um weniger als einen Prozentpunkt in Aussicht gestellt. Mittelfristig strebt der Konzern eine Marge von 25 Prozent an. Von Reuters befragte Analysten hatten durchschnittlich einen Gewinn vor Sonderkosten von 254 Millionen Dollar, ein Ebitda von 1,146 Milliarden Dollar sowie einen Umsatz von 6,175 Milliarden Dollar geschätzt.

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