Hohe Stornogebühr moniert
Klage gegen Kaiser- und Förder-Rente

Die Verbraucherschützer wollen die Hamburg-Mannheimer und die BHW Lebensversicherungs AG zwingen, Kunden für eine vorzeitige Kündigung von Riester-Policen deutlich weniger zu berechnen.

chs DÜSSELDORF. Wegen überhöhter Storno- und Wechselgebühren bei den Produkten Kaiser-Rente der Hamburg-Mannheimer und der BHW-Förder-Rente werde man beide Unternehmen auf Unterlassung verklagen, teilte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) mit. "Die Gebühren der Unternehmen sind völlig überzogen und übersteigen die branchenüblichen Gebühren um das Zehnfache", erklärte der Verband. Die Verbraucherschützer argumentierten, mit überhöhten Gebühren erschwerten die Gesellschaften den Ausstieg aus dem Vertrag oder den Wechsel des Anbieters. Damit würden die Vorgaben der Rentenreform umgangen.

Der VZBV nannte folgendes Beispiel: Ein Verbraucher mit einem Bruttoeinkommen von jährlich 25 000 Euro und einem Vertrag von 30 Jahren Anspardauer müsse bei einer Vertragsauflösung zum Ende des ersten Jahres bei der BHW bis zu 902,50 Euro und bei der Hamburg-Mannheimer bis zu 1450 Euro zahlen. BHW verlange diese Gebühren sogar bei einem Anbieterwechsel.

BHW räumte zwar ein, bei den gebühren im oberen Bereich der Anbieter zu liegen. Allerdings habe man das Produkt zu Gunsten der Kunden konzipiert, die den Vertrag erfüllten. Der Konzern beabsichtige nicht, die Konditionen zu ändern.

Die Hamburg-Mannheimer erklärte, nur bei einer vollständigen Kündigung, nicht aber bei einem Anbieterwechsel würden dem Kunden die Vertriebskosten belastet. Dies sei auch so zertifiziert worden.

Quelle: Handelsblatt

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