Hohe symbolische Bedeutung
Türkei hebt Todesurteil gegen Öcalan auf

Das türkische Staatssicherheitsgericht hat einer Agenturmeldung zufolge am Donnerstag formal das Todesurteil gegen den PKK-Anführer Abdullah Öcalan aufgehoben

rtr ANKARA. Das Urteil sei in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anatolien. Im Rahmen der Bemühungen um einen Beitritt zur Europäischen Union hatte das Land im August die Abschaffung der Todesstrafe beschlossen. Die Umwandlung des Urteils ist zwar eine Formalität, besitzt in der Türkei jedoch hohe symbolische Bedeutung.

Öcalan war 1999 in Kenia festgenommen und in der Türkei wegen Hochverrats zum Tode verurteilt worden. Er sitzt seither auf einer Gefängnisinsel in Einzelhaft. Öcalan hat beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen das Urteil geklagt.

Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hat nach eigenen Angaben ihren bewaffneten Kampf für einen unabhängigen Kurdenstaat im Südosten der Türkei eingestellt, bei dem seit 1984 mehr als 30 000 Menschen ums Leben kamen.

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