Hohe UMTS-Kosten
Telefonica Moviles: Überraschender Milliardenverlust

Der führende spanische Mobilfunkanbieter Telefonica Moviles hat im ersten Halbjahr im Zuge hoher Kosten wegen der geplanten Neuordnung des UMTS-Geschäfts überraschend einen Milliardenverlust ausgewiesen.

Reuters MADRID. Nach außerordentlichen Aufwendungen von fast fünf Milliarden Euro habe der Halbjahresverlust 4,33 Milliarden Euro betragen nach einem Gewinn von 471 Millionen Euro ein Jahr zuvor, teilte die Telefonica-Tochter mit. Das Unternehmen habe die spanische Börsenaufsicht CNMV über außerordentliche Aufwendungen von 4,9 Milliarden Euro informiert. Damit wolle der Konzern Umstrukturierungskosten der europäischen Mobilfunkaktivitäten der dritten Generation nach dem UMTS-Standard abdecken. Ohne diese Sonderkosten sei der Gewinn um 50,3 Prozent auf 569 Millionen Euro gestiegen, hieß es weiter.

Analysten hatten eine Steigerung des Pro-Forma-Gewinns um 52 Prozent auf 575 Millionen Euro erwartet. Die Konzernmutter Telefonica teilte unterdessen mit, Telefonica Moviles-Chef Luis Lada werde seinen Posten abgeben und ein Amt beim Stammhaus übernehmen. Zu seinem Nachfolger werde Telefonica-Topmanager Antonio Viana-Baptista ernannt.

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