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Hohe Verluste am Neuen Markt

Der Neue Markt hat sich durch hohe Verluste am Mittwoch deutlich von den in der Vorwoche erstmals wieder erklommenen 1 300 Punkten entfernt.

dpa-afx FRANKFURT. Der Auswahlindex Nemax 50 sank um 6,64 % auf 1 215,47 Punkte. Der Nemax All Share verlor bis Handelsschluss um 5,76 % auf 1 158,61 Stellen.

"Jeder Anleger, der versuchte die Kurse nach oben zu bewegen, hat heute Geld verloren", sagte ein Händler in Frankfurt. Die Kursverluste in der letzten Handelsstunde seien bei geringen Umsätzen zu Stande gekommen. "Gerade Abends kann man die Kurse mit kleinen Umsätzen in die Richtung treiben, in der man die Kurse haben will", sagte der Händler. Die Anleger, die den Kursaufschwung richtig erwischt hätten, könnten "jetzt gut Stücke geben", sagte der Börsianer.

"Als es nach oben ging, ist die Nasdaq nicht so stark gestiegen und jetzt geht der Neue Markt auch ohne Signale von der Wall Street deutlich nach unten", sagte ein Händler einer Großbank. "Für einen Kursanstieg braucht jetzt nur jemand zu "Hurra' zu rufen, dann sind die Anleger wieder da", sagte der Börsianer.

Die größten Verluste mußten Senator Entertainment hinnehmen. Die Papiere verloren 18,18 Prozent und kosteten zum Handelsschluß 3,69 Euro. Die Zeitschrift "Focus Money" berichtete über angebliche Scheingeschäfte des Unternehmens. Zudem drückte Händlern zufolge ein anhaltender Verkaufauftrag auf den Kurs.

Die Aktien der Internetanbieters T-Online verloren den zweiten Tag in Folge deutlich an Wert. Nach einem Verlust von einem Euro am Vortag fielen die Papiere weitere 12,89 Prozent auf 11,35 Euro. "Die Anleger die bei dem Aufschwung dabei waren, versuchen jetzt, ihr Pulver ins Trockene zu bekommen."

Der Aktienkurs des Direktbrokers Consors stieg zwischenzeitlich um 4,82 Prozent auf 10,00 Euro. Die Papiere profitierten nach Händlerangaben von Übernahmespekulationen. "Das ist reine Zockerei, die ihre Ursache in den schwelenden Übernahmegerüchten bei Consors hat", sagte ein Börsianer. Händlern zufolge soll der eventuell an einer Übernahme interessierte Online-Börsenhändler Fimatex "kräftig mitmischen".

Die Aktien des Windparkbauers Umweltkontor sanken nach Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal um 13,81 Prozent auf 10,30 Euro. "Die Zahlen waren enttäuschend und deutlich unter den Erwartungen unseres Analysten", sagte ein Händler. Es sei fraglich, ob das Unternehmen wie geplant sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern gegenüber dem Vorjahr verdoppeln könne.

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