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Hohe Verluste erwartet

Über New Yorks Wall Street treiben dunkle Wolken. Zum Handelsauftakt werden deutliche Verluste erwartet. Die Futures deuten tief ins Minus. Die Aktienmärkte leiden nicht nur unter der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft. Die schwere Krise in Japan und die schlechte Marktlage in Europa belastet die Wall Street mittlerweile zusätzlich.

Der S&P 500 Future notiert rund 30 Punkte im Minus. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq rutscht 61 Zähler in den negativen Bereich. Der Dow Future übertrifft sie jedoch alle. Der Indikator notiert fast 290 Punkte im roten Bereich.



Auf Unterstützung von außen brauchen Amerikas Aktienmärkte zurzeit nicht zu hoffen. Durch die Warnungen von Europas großen Technologieunternehmen wie Siemens, Ericsson, Philips und Infineon wird immer deutlicher, dass die Nachfrageflaute mittlerweile auch Europa erreicht hat, so Tim Mahon von Brokerhaus Credit Suisse First Boston. Denn US-Unternehmen bricht damit in Zeiten schwächelnder US-Konjunktur nicht nur in den USA der Absatzmarkt weg. Auch in Europa wird die Nachfrage nach der sonst so beliebten amerikanischen Technologie zurückgehen.



Zusätzlich belastet die Weltbörse in New York die schwere Wirtschaftskrise in Japan. Am 31. März wird das Fiskaljahr 2000 der meisten japanischen Banken enden. Grund genug für Brokerhaus Fitch rund 19 japanische Bankhäuser abzustufen. Die Entwicklung dürfte an Amerikas Finanzinstituten nicht spurlos vorbei gehen. Vor allem der Banksektor dürfte an New Yorks Wall Street heute unter Druck geraten.



Dass amerikanische Unternehmen vor Schwierigkeiten auf den außeramerikanischen Absatzmärkten nicht gefeit sind, bestätigt am Morgen McDonald´s. Vor Handelsbeginn schockt die weltweit größte Kette von Fast-Food-Restaurants die Anleger mit einer Gewinnwarnung. Der Konzern wird die Gewinnprognosen für das erste Quartzahl und das Geschäftsjahr 2001 nicht erfüllen können. Der feste Dollar und von allem die BSE Krise in Europa kosten die Kette mit dem schottischen Namen einen Teil der Einnahmen.



Vor Handelsbeginn müssen Cisco Systems, Nokia, Dell und IBM Punkte abgeben. Trotz guter Quartalsergebnisse und zwei positiven Analystenempfehlungen verliert die Aktie von Converse Technology. Cisco zählt nach wie vor zu einer der meistgehandelten Aktien.



Neben Mobilfunkkonzern Nokia belasten auch Medtronic Gerüchte, nach denen der Pharmakonzern seine Gewinnerwartungen für das laufende Quartal nach unten korrigieren könnte. MetLife dagegen bestätigte am Morgen, dass die größte US-Lebensversicherung die Gewinnerwartungen der Analysten nicht einhalten wird. Vor allem hohe Versicherungsschäden im KFZ- und Immobilenbereich würden das Ergebnis im ersten Quartal belasten.



Gute Nachrichten gibt es dagegen von Pfizer. Der Pharmakonzern bestätigt die Prognosen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr. In diesem Geschäftsjahr will Pfizer ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich generieren. Gelänge dies, wäre Pfizer nicht nur der größte, sondern auch der am schnellsten wachsende Pharmakonzern der Vereinigten Staaten.

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