Hohe Verluste mit Japan-Fonds
Credit Suisse setzt auf Software

Alle Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Japan weisen im Zwölf-Monatsvergleich Wertverluste im zweistelligen Bereich auf. Auch das Portfolio der Credit Suisse bildet da mit einem Minus von-15,38 % keine Ausnahme.

HB/vwd FRANKFURT/M. Immerhin war es dem Management des CS Equity Fund (Lux)-Japan Megatrend SFR B möglich, im Monat Februar ein leichtes Plus von gut 4 % zu erzielen. Ben Belfer, Produktmanager für Japanfonds bei der New Yorker Niederlassung der Credit Suisse, ist denn auch skeptisch, was den japanischen Bankensektor angeht: "Bei Banken sind wir aufgrund der undurchsichtigen Bilanzen und hoher Bewertungen immer noch untergewichtet." Zu den Favoriten des Managements zählen unter anderem Investitionsgüter: Belfer begründet dies mit der Einschätzung, dass die US-Wirtschaft aus der Rezession heraus sei. Auch die Bereiche Pharma und Technologie seien übergewichtet. All diese Branchen hätten bislang noch nicht von der globalen Erholung profitiert.

Die Fondsmanager Nick Edwards und Todd Jakobson zählen vor allem die Bereiche Maschinenbau und elektronische Geräte zu den Titeln, die im nächsten Wirtschaftsaufschwung ein starkes Aufwärtspotenzial haben. Die Sektoren Elektronik und Maschinenbau machen demnach insgesamt knapp ein Drittel des Depots aus. Auch Gesellschaften mit einer stark exportorientierten Ausrichtung gehören nach Auffassung des Fondsmanagements zu den künftigen Gewinnern. "Aus diesem Grund sind auch Spielesoftware-Hersteller hoch gewichtet", erläutert Ben Belfer. Allein das Unternehmen Nintendo sei mit knapp 3 % unter den Top Holdings im Portfolio vertreten.

Belfer wie auch seine Management-Kollegen vor Ort in Tokio geben sich vorsichtig optimistisch hinsichtlich der Entwicklung auf dem japanischen Aktienmarkt: Japan durchlaufe derzeit einen tiefgreifenden strukturellen Wandel, Investoren können nach Ansicht der Credit Suisse-Experten von den Gewinnern dieses Wandels profitieren.

Die Fondsmanagerin des DWS Japan Fonds, Lilian Haag, sieht die strukturellen Probleme in Japan nach wie vor nicht behoben. Das Depot der Investmenttochter der Deutschen Bank liegt mit einem Zwölf-Monats-Minus von-17,36 % derzeit auf dem neunten Rang in der Vergleichskategorie. Per Ende Februar konnte allerdings auch der DWS Japan Fonds ein Monatsplus von 4,63 % vorweisen. Auch Haag verweist in diesem Zusammenhang auf die positiven Wirtschaftsindikatoren aus den USA. Diese hätten insbesondere bei zyklischen Branchen wie Halbleiter, Maschinenbau oder Medien zu einer guten Performance geführt. Aus diesem Grund ist die Informationstechnologie mit 20,7 % Schwerpunktbereich im Depot. Dauerhafte Konsumgüter machen ebenfalls knapp ein Fünftel des Portfolios aus.

Restrukturierungsmaßnahmen bei führenden Unternehmen wie Fujitsu oder Mitsubishi (mit 2,2 % Anteil im Depot vertreten) stimmen auch Lilian Haag etwas positiver. Ob sich die Aufwärtsdynamik über das Fiskaljahresende hinaus behaupten können werde, werde sich aber erst in den nächsten Monaten zeigen.

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