Hoher Dosenanteil: Becks segelt der Konkurrenz davon

Hoher Dosenanteil
Becks segelt der Konkurrenz davon

Die Bremer Brauerei, die zum Bierkonzern Interbrew gehört, konnte den Absatz deutlich steigern und eine Preiserhöhung durchsetzen.

beu HAMBURG. Die Bremer Brauerei Beck & Co ist im Jahr 2002 mit ihrer Marke Becks auf dem deutschen Biermarkt der Konkurrenz davongesegelt. Mit einem Absatzplus von 7,8 % auf 1,85 Mill. hl erzielte Becks die höchste Wachstumsrate unter den zehn führenden deutschen Biermarken. Damit ist die Brauerei nach der Absatzeinbuße des Jahres 2001 auf 1,71 Mill. hl auf dem deutschen Markt wieder auf Erfolgskurs geschwenkt, wenngleich sie noch nicht wieder den Inlandsabsatz des Jahres 1999 mit rund 2 Mill. hl erreicht hat. Unverändert steht die Marke Becks in der Rangfolge der zehn größten Marken im Inland auf Platz acht.

Neben dem Absatzplus konnte Becks im Inland im zweiten Halbjahr noch eine Preiserhöhung um 8,5 % durchsetzen. Damit hat die Brauerei die Marke erfolgreich im obersten Segment der Premiumbiere verankert. Dies dürfte zu einer zweistelligen Wachstumsrate beim Ertrag geführt haben, konstatieren die Analysten Ralf Knabe und Eddy Hargreaves von Dresdner Kleinwort Wasserstein. Damit habe die im Jahr 2001 für 3,5 Mrd. DM vom belgischen Bierkonzern Interbrew gekaufte Bremer Brauerei besser abgeschnitten, als es die Analysten befürchtet hatten. Mit 2,5 Mill. hl Bierausfuhr bei einer Gesamtproduktion von 5,4 Mill. hl (Becks, Haake-Beck) ist Beck & Co die größte deutsche Exportbrauerei.

Allerdings veranschlagt Knabe den Dosenanteil von Becks im Inland auf 27 %. Branchenkenner schätzen den Einweganteil einschließlich der Einwegflaschen auf 35 bis 38 %. Damit wird Becks beim jetzt pfandpflichtigen Einweganteil unter den Top Ten nur noch von Holsten Pilsener übertroffen, dessen Dosenanteil auf 51 % geschätzt wird. Weder Beck-Sprecher Jörg Schillinger, noch Holsten-Sprecher Udo Franke wollen die Zahlen kommentieren. Seit Dosen pfandpflichtig sind, werden diese Gebinde teils von Handel nicht mehr geführt, teils vom Verbraucher gemieden. Die Holsten Brauerei hat daher Kurzarbeit angekündigt.

Anders als die Marke Holsten Pilsener, die stark über die Discount- Schiene vertrieben wird, sieht Knabe den Absatz von Becks auf Grund der Hochpreisigkeit des Biers nicht so stark gefährdet. Doch mehr als Nullwachstum dürfte in diesem Jahr nicht drin sein.

Beck-Eigentümer Interbrew kann sich nach dem Kauf von Diebels und Gilde (Hasseröder) unter den zehn Spitzenmarken in Deutschland mit einem Inlandsabsatz von 5,63 Mill. hl gut jede fünfte Flasche Bier zurechnen. Dabei erwies sich auch Hasseröder als wachstumsstark.

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