Hoher Geldverbrauch
Morphosys will Überleben mit Stellenabbau sichern

Nach deutlich gestiegenen Verlusten will das Biotechnologie-Unternehmen Morphosys sein Überleben mit einem neuen Geschäftsmodell und einem rigiden Stellenabbau sichern. Durch eine Restrukturierung solle die Fortführung des Geschäfts für mindestens drei Jahre gewährleistet werden, teilte die Morphosys AG (Martinsried bei München) am Dienstag mit.

HB/dpa MÜNCHEN. Künftig sollen noch vor der klinischen Entwicklung eigener Produkte Lizenzen an andere Unternehmen vergeben werden. Als Konsequenz werde die Zahl der Mitarbeiter um ein Viertel auf 91 Beschäftigte sinken.

Ursache der Neuorientierung ist der hohe Geldverbrauch. In den ersten neun Monaten stieg der Fehlbetrag von 3,8 auf 15,2 Mill. Euro. Ende September verfügte das Unternehmen noch über Barbestände und Wertpapiere in Höhe von 23,9 Mill. Euro. Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten leicht auf 12,4 Mill. Euro. Im dritten Quartal gingen die Erlöse dabei allerdings zurück.

Bislang erwirtschaftete Morphosys den Großteil des Umsatzes mit der Entwicklung von therapeutischen Antikörpern. Eigentlich wollte das Unternehmen künftig nun auch selbst Medikamente komplett entwickeln. Dabei wollte das Unternehmen von der geplanten Fusion mit British Biotech profitieren. Der Zusammenschluss platzte allerdings im Oktober.

In diesem Jahr bekam MorphoSys die Ausgaben nicht in den Griff. Im Bereich Forschung und Entwicklung stiegen die Aufwendungen bis Ende September um 3,3 auf 10,9 Mill. Euro. In Verwaltung und Vertrieb verdoppelten sich die Ausgaben nahezu auf 14,3 Mill. Euro. Der Personalaufwand aus Aktienoptionen wuchs leicht auf 3,4 Mill. Euro.

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