Hoher Nettoverlust im zweiten Quartal
Brokat enthält sich weiter jeder Geschäftsprognose

Im zweiten Quartal 2001 hat Brokat, wie angekündigt, ein umfangreiches Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm aufgelegt, in dessen Rahmen bis zum Jahresende auch etwa 300 Arbeitsplätze bei dem Unternehmen abgebaut würden, hieß es am Dienstag.

vwd STUTTGART. Die Vertriebsstandorte in den Niederlanden, Belgien und Israel seien bereits geschlossen und der Standort in Hongkong in ein Vertriebsbüro umgewandelt worden. Die Standorte Italien und Österreich würden noch geschlossen werden. Diese liquiditätsschonenden Maßnahmen sollen den Cash-Verbrauch des Unternehmens verringern, wie es in der Mitteilung heißt.

Der hohe Nettoverlust des zweiten Quartals 2001 von 824,4 Mill. Euro beruht, wie Brokat nochmals unterstreicht, auf einmaligen, nicht cash-wirksamen Sonderabschreibungen von 735,2 Mill. Euro, die auf Grund der aktuellen Marktlage gemäß den Bilanzierungsvorschiften nach US-GAAP vorgenommen worden seien. Die Bilanz für das Geschäftsjahr 2002 werde durch diese Goodwill-Abschreibungen nicht weiter belastet.

Im zweiten Quartal 2001 seien vom Gesamtumsatz von 28,2 Mill. Euro (plus 28 %) rund 84 % auf das Auslandsgeschäft entfallen. Der Umsatz mit Softwarelizenzen sei um 31 % auf 6,9 Mill. Euro zurückgegangen. Dagegen sei der Umsatz im Bereich Professional Services um 34 %auf 12,6 Mill. Euro gestiegen.

Neue M-Business-Plattform zur Cebit 2002

Im abgelaufenen Quartal habe Brokat seine Finanzapplikationen für den Einsatz mit den Appplikations-Servern IBM Web-Sphere und Bea Web-Logic geöffnet, wurde weiter mitgeteilt. Bislang seien die Anwendungen nur unter der Brokat-eigenen Server-Plattform gelaufen. Darüber hinaus hätten Benchmark-Tests zusammen mit Sun Microsystems die hohe Leistungsfähigkeit der Brokat Server Technologies 4.5 gezeigt. Diese M-Business-Plattform werde derzeit weiter entwickelt und solle zur Cebit 2002 als Version 5.0 auf den Markt kommen.

Unter den Neukunden nennt Brokat die britische Vodafone-Gruppe, mit der man einen weiteren Schlüsselkunden für das Geschäftsfeld Mobile Business gewonnen habe. Vodafone gehörte in den vergangenen Tagen gerüchteweise zu den Unternehmen, die Brokat durch Finanzspritze, Beteiligung oder Übernahme zu Hilfe kommen könnten.

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