Hoher Ölpreis belastet
Hongkong schließt sehr schwach

vwd HONGKONG. Sehr schwach hat der Aktienmarkt in Hongkong am Montag den Handel beendet. Der Hang-Seng-Index verlor 4,2 % bzw. 689,37 Zähler auf 15 560,16. Der All-Ordinaries-Index fiel um 4,4 % bzw. 294,31 Punkte auf 6 446,92. Das Handelsvolumen betrug 11,51 (10,39) Mrd HK-$. Die Anleger hätten aufgeschreckt durch den hohen Ölpreis und die Probleme in anderen asiatischen Ländern aggressiv ihre Investments in dieser Region abgebaut, sagten Marktteilnehmer. Insbesondere der gescheiterte Deal von Daewoo und Ford in Korea habe wieder Zweifel über die Restrukturierung der asiatischen Finanzmärkte geweckt, was sich auch in Hongkong ausgewirkt habe.

Mit den größten Abschlägen seit dem 17. April ist der Hang-Seng-Index nun bereits seit sieben Tagen auf Südkurs. Am Berichtstag durchbrach er den gleitenden Durchschnitt der vergangenen 250-Tage bei rund 15 800 Punkten und stürzte am Nachmittag durch Stopp-Loss-Orders institutioneller Anleger noch tiefer. HSBC verbilligten sich um 4,5 % bzw. fünf HK-$ auf 106, und Pacific Century CyberWorks gaben 9,9 % bzw. 1,15 HK-$ auf 10,50 ab. China Mobile büßten vier Prozent bzw. 2,25 HK-$ auf 53,50 ein, China Unic rutschten um 6,2 % bzw. 1,15 HK-$ auf 17,30 ab, und Hutchison Whampoa verloren 2,8 % bzw. drei HK-$ auf 102,50.

Händlern zufolge wurden viele Verkaufsaufträge durch regionale Fonds erteilt, die ihre Bargeldpositionen auf Kosten dieser hoch bewerteten Aktien vergrößerten. Traditionell weise der Hongkonger Markt eine höhere Liquidität als andere Börsen auf, so dass bei einem Stimmungsumschwung sehr schnell die Positionen losgeschlagen würden. Schutz suchten die Fondsmanager in defensiven Versorgerwerten. Hongkong Electric gewannen 0,4 % bzw. 0,10 HK-$ auf 24,60. Hongkong und China Gas verteuerten sich um 0,5 % bzw. 0,05 HK-$ auf 9,90. Solange der Ölpreis sich nicht abschwäche, werde der Markt allerdings weiter unter Druck stehen, hiess es weiter.



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