Hoher Pfundkurs
Toyota will britische Zulieferer nur noch in Euro bezahlen

dpa-afx LONDON. Wegen des hohen Pfund-Kurses will der japanische Autohersteller Toyota die britischen Zulieferer seiner beiden Werke in Großbritannien künftig nur in Euro bezahlen. Damit solle "das Währungsrisiko verringert werden", sagte ein Toyota-Sprecher nach einem Bericht des britischen Rundfunks BBC. Mit der Umstellung der Faktorierung auf Euro würde ein Teil der Wirtschaft Großbritanniens, das bisher am Pfund Sterling festhält, de facto Teil der Eurozone werden.

Rund zwei Drittel der 170 000 Autos, die Toyota pro Jahr in Großbritannien herstellt, würden exportiert, sagte Yoshio Ishizaka, leitender Direktor für den internationalen Verkauf bei Toyota. Der starke Anstieg des Pfundes im Vergleich zum Euro habe dafür gesorgt, dass die beiden Werke mit 3 100 Beschäftigten im vergangenen Jahr keinen Gewinn mehr machen konnten. "Die Beziehungen zu den Zulieferern auf dem europäischen Kontinent sind kein Problem. Aber jetzt werden wir die britischen Zulieferer auffordern, mit uns Verträge auf Euro-Basis zu machen, damit wir das Währungsrisiko verringern können", sagte er.

Der japanische Autohersteller Nissan und der Konsumgüterproduzent Matsushita haben bereits angedroht, ihre Produktion aus Großbritannien nach Kontinentaleuropa zu verlagern, falls das Land nicht bald dem Euro beitrete. Die Forderung Toyotas nach ausschließlicher Fakturierung in Euro bedeutet nach Ansicht britischer Zulieferer, dass sie mehr Rohmaterialien aus Kontinentaleuropa einführen müssen, weil diese billiger als die britischen seien. Es könne auch bedeuten, dass Toyota den Anteil der nicht-britischen Zulieferungen drastisch erhöhe. Der Chef des wichtigen Zulieferers Peterson, Edward Roberts, sagte: "Die Zulieferer müssen tun, was der Kunde wünscht."

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