Hohes Defizit
Arzneimittelausgaben steigen ungebremst

Trotz der Spargesetze der Regierung steigen die Arzneimittelausgaben ungebremst weiter und bescheren den Kassen tiefrote Zahlen.

ap BERLIN. AOK und Ersatzkassen häuften in den ersten drei Monaten des Jahres ein Minus von fast 600 Mill. ? an, wie der Rundfunksender NDR 90,3 am Montag berichtete. Bereits 2001 hatte die gesetzliche Krankenversicherung ein Defizit von 2,8 Mrd. ? erwirtschaftet.

Besonders hart sind nach NDR-Angaben die Ersatzkassen Barmer und DAK betroffen: Die Barmer habe ein Defizit von 90 Mill. ? und die DAK von knapp 80 Mill. ? aufzuweisen. Die Spitzenverbände der Kassen beklagten weiter steigende Medikamentenausgaben. Bei DAK und Techniker Krankenkasse hätten sich die Kosten im ersten Quartal um acht Prozent erhöht. Bereits 2001 waren die Arzneimittelausgaben der Kassen um gut elf Prozent gestiegen. Die Regierung hatte daraufhin Sparmaßnahmen auf den Weg gebracht.

Der Chef der Gmünder-Ersatzkasse (GEK), Dieter Hebel, erklärte, im April habe seine Versicherung 13,2 % mehr an Medikamentenkosten im Vergleich zum März zahlen müssen. Insgesamt sind die Ausgaben der GEK für Pillen, Salben und Zäpfchen den Angaben nach im vergangenen Jahr um 13,1 % gestiegen. Rund zehn Prozent der Kosten hätten nach Einschätzung der GEK durch sparsamere Verordnung und den Verzicht auf Medikamente mit zweifelhafter Wirkung eingespart werden können.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%