Hohes Haushaltsdefizit befürchtet
Verkauf der Olympia-Anlagen geplant

Die olympischen Spiele sind wie alle Sportgroßereignisse von weltweiter Bedeutung für die Gastgeberländer äußerst kostenintensiv. Im Anschluss an die Wettkämpfe gilt es, die Investitionen zu refinanzieren.

ATHEN. Die Regierung in Athen plant nach dem Ende der 28. Olympischen Spiele wegen der hohen Instandhaltungskosten zahlreiche Olympia-Anlagen an Privatleute zu verkaufen. Dies sagte Finanz- Staatssekretär Petros Doukas am Rande eines Forums für Unternehmer in Athen am Donnerstag. Um welche Anlagen es sich handelt, teilte er nicht mit.

Die Kosten der Olympischen Spiele schätzte der Staatssekretär auf sieben Milliarden Euro. Damit wurde die Summe abermals nach oben korrigiert. Bis vor wenigen Tagen sprach Wirtschaftsminister Giorgos Alogoskoufis von sechs Milliaden Euro Olympia-Kosten. Der ursprüngliche Olympia-Haushalt aus dem Jahre 1997 war von 4,6 Milliarden Euro ausgegangen.

Nach Schätzungen des Staatssekretärs werde Griechenlands Haushalts-Defizit 2004 wegen dieser zusätzlichen Ausgaben vier Prozent erreichen. Damit werde das EU-Land die Regeln des Stabilitätspaktes verletzen. "Dies jedoch soll im Jahre 2005 korrigiert werden. Das Defizit wird 2005 die vom Stabilitätspakt geforderten drei Prozent des Haushalts nicht übertreffen," zitierte die halbamtliche griechische Nachrichtenagentur ANA Doukas weiter.

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