Hohes Konsumentenvertrauen
Wall Street-Indizes drehen ins Plus

Die Wall Street hat am Morgen Schwierigkeiten, ihre Richtung zu finden. Nach einem trüben Handelsstart drehen die Indizes nun wieder ins Plus. Vor allem Software- und Finanzwerte geraten unter Druck. Zu den Gewinnern gehören dagegen die Aktien der Chip- und Computerwerte.

NEW YORK. Der Dow Jones, der Index der 30 führenden Standardwerte, notiert bei 10595 Punkte - einem Plus von 29 Zählern. Die Technologiebörse Nasdaq hat um 28 Zähler zugelegt und liegt bei 2154.

Es ist der letzte Tag des Quartals. "Window dressing" ist angesagt. Fondsmanager polieren ihr Portfolio zum Ende des Quartals noch einmal auf, um eine bessere Quartalsperformance aufzeigen zu können.

Die vorbörslich veröffentlichten Daten zum Bruttoinlandsprodukt lagen leicht unter den der Erwartungen des Marktes. Das Bruttoinlandsprodukt stieg mit 1,2 Prozent im ersten Quartal des Jahres geringer an als bisher erwartet. Analysten hatten mit einem Anstieg um 1,3 Prozent gerechnet.

Das von der University of Michigan erhobene US-Konsumentenvertrauen stieg dafür im Juni stärker als erwartet auf 92,6 Punkte an. Bisher waren die Experten lediglich von 91,6 Punkten ausgegangenen.

Zu den größten Verlieren gehören am Morgen die Aktien der Software- und Finanztitel, also die Aktien, die am Donnerstag zu den größten Gewinnern gehörten. American Express , J.P. Morgan und Citigroup führen die Verliererliste des Dow Jones Index an. Merck , Procter & Gamble und General Electric gehören dagegen zu den Gewinnern.

Schlechte Nachrichten bei Dow Chemical belastet den Chemiesektor. Der Chemiekonzern wird die Gewinnprognosen für das zweite Quartal nicht erfüllen können. Das Unternehmen rechnet mit einem Gewinn zwischen 28 und 35 Cents je Aktie. Zuvor war das Management noch von einem Gewinn je Aktie zwischen 35 und 45 Cents ausgegangen. Mit der neuen Gewinnerwartung passt Dow Chemical seine Prognosen den Analystenerwartungen an. Diese lagen schon vor der Gewinnwarnung bei 33 Cents je Aktie.

Den Nasdaq-Index kosten Kursverluste bei Amgen , Immunex und Qualcomm Punkte. Amgen gerät unter Druck, nachdem das Biotechnologieunternehmen nach wie vor auf die Zulassung für das neue Medikament Aranesp, den neuen Hoffnungsträger von Amgen, warten muß. Amgen hatte gehofft, dass das Medikament gegen Blutarmut bereits im ersten Halbjahr 2001 die Zusage durch die US-Gesundheitsbehörde bekommt. Firmenchef Kevin Sharer zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass die ausstehende Zulassung bald erfolgen werde. In Australien und der EU gab es bereits grünes Licht mit "ermutigenden Marktreaktionen", sagte er. Er bewertete es als positives Zeichen, dass die FDA keine zusätzlichen Daten und Testergebnisse für Aranesp angefordert habe. Goldman Sachs hat die Aktie von Amgen auf der Empfehlungsliste. Neben Amgen büßt auch Immunex an Wert ein.

Kursgewinne bei Oracle und Dell treiben den Nasdaq Index dagegen ins Plus.

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