Hohes Rückschlagspotenzial
Merrill Lynch reduziert Gewinnprognose für Bayer

Merrill Lynch hat nach Vorlage der schwachen Quartalszahlen von Bayer seine Gewinnprognosen für die Titel des Chemiekonzerns erneut gesenkt. Bereits am Vortag hatte die Investmentbank die Bayer-Aktien auf "Reduce" zurückgestuft, nachdem die Leverkusener eine Gewinnwarnung herausgegeben und einen Vermarktungsstopp für ein Cholesterin senkendes Medikament gemeldet hatten.

dpa-afx LONDON. Nachdem bereits am Mittwoch die Gewinnschätzungen um 15% gesenkt worden seien, müsse nun mit weiteren 10% weniger Gewinn gerechnet werden, hieß es in einer am Donnerstag in London vorgelegten Studie. Merrill Lynch erwartet nach aktuellen Schätzungen nunmehr einen Ertrag von 1,65 ? je Aktie im laufenden Jahr. Gleichzeitig betonten die Experten, dass weitere Herabstufungen möglich seien.

Als besonders alarmierend bezeichneten die Analysten die Geschäftsentwicklung der Health-Care-Sparte, die vor allem durch Produktionsprobleme bei dem Medikament Kogenate belastet wurde. Sollten sich die Probleme bei Kogenate nicht lösen lassen, werde sich der faire Wert der Bayer-Aktie von derzeit 36 ? auf 32 ? verringern, schrieb Merrill Lynch. Der operative Konzerngewinn von 555 Mill. ? und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern in der Gesundheitssparte von 87 Mill. ? im zweiten Quartal hätten beide deutlich unter den Erwartungen gelegen. Merrill Lynch hatten mit 790 Mo. Euro im Konzern und mit 170 Mill. ? im Geschäftsfeld Gesundheit gerechnet.

Mit der Bewertung "Reduce" gegen die Experten davon aus, dass die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten ein hohes Rückschlagspotenzial aufweist.

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