Hohes Wachstum in der Dieselkaltstart-Technologie
Beru plant weitere Umsatz- und Ertragszuwächse

Der Automobilzulieferer Beru hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/2002 unter dem Strich mehr verdient und umgesetzt als im Vorjahr und plant trotz schwieriger Marktbedingungen auch für das laufende Jahr weitere Umsatz- und Ertragssteigerungen.

rtr LUDWIGSBURG. "Angesichts der schwachen Branchenkonjunktur heißt die Maßgabe für das neue Geschäftsjahr, Umsatz und Ertrag aus eigener Kraft weiter zu steigern", erklärte Beru-Chef Ulrich Luetz am Donnerstag in Ludwigsburg. Bei den verlustbringenden Tochtergesellschaften seien die Probleme erkannt worden und Beru gehe sie massiv an. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2001/2002 (bis Ende März) wies das Unternehmen einen Konzerngewinn von 42,4 Mill. ? aus, ein Plus von 27,7 %. Der Umsatz habe um 9,6 % auf 303,1 Mill. ? zugenommen, hieß es. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) bezifferte das Unternehmen bereinigt um Aktienverkäufe mit 49,9 Mill. ? nach 53,4 Mill. ein Jahr zuvor.

Vor allem ein hohes Wachstum in der Dieselkaltstart-Technologie und in der Reifendruck-Kontrolle habe zu dem Umsatzanstieg im Geschäftsjahr beigetragen. Dabei legten nach Angaben von Beru die Erlöse im Kerngeschäftsfeld Dieselkaltstart-Technologie für Dieselmotoren um 5,3 % zu. Schwach hätte sich vor allem das Geschäft mit Dieselkaltstart-Anlagen im Nutzfahrzeugbereich entwickelt. In der Zündungstechnik für Benzinmotoren verzeichnete Beru dagegen ein Umsatzplus von 3,6 %. Die stärksten Umsatzzuwächse mit 42,1 % habe im vergangenen Geschäftsjahr der Bereich Elektronik und Sensorik verzeichnet. Hier habe Beru bei den neu entwickelten PTC-Systemen (Positive Temperature Coefficient) zuletzt einen weiteren Großauftrag erhalten. Danach wird das Unternehmen ab dem zweiten Halbjahr 2003 die neue Ford Focus Plattform mit elektronischen Innenraum-Zuheizsystemen ausrüsten. Geplant sei die jährliche Lieferung von mehr als 450 000 Systemen.

Die erstmalige Konsolidierung von Tochterunternehmen, Restrukturierungskosten in Korea sowie Aufwendungen für die Fusion von Beru-Gesellschaften in Frankreich hätten im Schlussquartal zu einer Ergebnisbelastung von vier Mill. ? geführt. Dagegen habe Beru aus Verkäufen von Aktien einiger US-Gesellschaften Einnahmen von insgesamt 5,7 Mill. ? erzielt, davon steuerfrei 4,6 Mill. ?, hieß es.

Die im MDAX notierte Beru-Aktie lag am Mittag 1,33 Prozent im Minus bei 59,40 Euro.

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