Holding mit Kursphantasie
United Internet hat gute Namen im Portefeuille

tjw DÜSSELDORF. Michele Lang ist sicher: "United Internet ist zu unrecht unter Druck geraten". Die Analystin bei Sal. Oppenheim hat die Internet-Beteiligungsgesellschaft auf "Kauf" gestuft und hält sogar einen Kurs von 230 Euro für möglich. Auch Oliver Maslovski von der Bank Vontobel hält das Unternehmen auf Grund der "schlechten Stimmung" bei den Internetaktien für "stark unterbewertet".



Die Holding hat heftig unter dem Kursverlusten am Neuen Markt gelitten: Von einem Jahreshoch bei 509 Euro stürzte der Kurs auf einen aktuellen Wert von 165 Euro.



"Kein Wunder", meint Lang. Das Unternehmen mit Sitz in Montabaur ist erst im Februar aus der 1&1 AG hervorgegangen und hält ausschließlich Beteiligungen an Internetfirmen. Im Portfeuille befinden sich Firmen wie GMX, AdLink oder Jobs & Adverts. Das, was viele Anleger zuletzt abgeschreckt hat, halten Analysten für die besondere Stärke des Unternehmens. "Das sind keine schlechte Namen", sagt Lang, "GMX ist Deutschlands größter E-mail-Anbieter und Jobs & Adverts der größte europäische Online-Stellenmarkt".



Im nächsten Jahr erwartet Lang, dass United Internet die Gewinnzone erreicht. Ein Risiko muss die Analystin einräumen: "Bei den Startup-Beteiligungen ist nicht immer vorhersehbar, wie sie sich entwickeln". Dazu brauche es auch Phantasie.

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