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Holiday-Stimmung

Während die meisten Investoren und Analysten noch die Reste des großen Thanksgiving Festmahls verspeisen, machen sich auch die wenigen zurückgebliebenen Börsianer einen schönen Tag. Bevor sie in ein frühes Wochenende verschwinden, schicken sie die beiden Indizes in die Höhe. Sowohl die US-Technologiebörse als auch die New York Stock Exchange werden heute bereits um 13.00 Uhr Ortszeit schließen.

Neuigkeiten vom Schlachtfeld des US-Präsidentschaftswahlkampfs beflügeln den Markt. Al Gore will gegen die Entscheidung des Obersten Gerichthofs vorgehen, der die Entscheidung des Bezirks Miami Dade gelten lässt, die Handauszählungen einzustellen. Der Pharmakonzern Merck, der von einer Kandidatur George W. Bush profitieren könnte, steht im frühen Handel auf der Verliererliste des Dow Jones Indexes.



i2 Technologies startet als Verlierer in den Tag. Investoren zeigen sich alarmiert über Personalveränderungen beim Hersteller für Internetsoftware. Der COO Bob Evans verlässt das Unternehmen. Auch die beruhigenden Worte der Credit Suisse stoppen die Anleger nicht von Verkäufen. Nach Meinung des Brokerhauses werde sich an der Finanzlage von i2 nichts ändern. Die Aktie sei auch nach der Kündigung aggressiv kaufenswert, da i2s abgerundete Produktpalette noch immer ungeschlagen sei.



In die Tiefe gehen könnte es heute darüber hinaus für Quaker Oats. Der amerikanische Lebensmittelkonzern verkauft sich zu teuer. Nach Coca-Cola beendet auch die französische Danone SA die Übernahmegespräche mit Quaker Oats. Für die Aktionäre beider Unternehmen lohnt es sich nicht, Quaker zu akquirieren. Jetzt muss Quaker Oats das Angebot von Pepsi noch einmal überdenken, dass der Produzent von Frühstücksflocken und dem attraktiven Sportgetränk Gatorade vor zwei Wochen abgelehnt hatte. Der Übernahmepreis von 14,2 Milliarden Dollar war Quaker Oats nicht ausreichend. Quaker Oats tendieren im New Yorker Handel schwächer.



Eine Analystenkonferenz in London beflügelt den Kurs von Ericsson. Das Management hat erstmals einen Zeitplan zur Markteinführung Systemen der dritten Generation von Mobiltelefonenn vorgelegt. Mit einer Markteinführung ist demnach im zweiten und dritten Quartal 2001 zu rechnen. Goldman Sachs äußert sich daraufhin zwar nur gedämpft optimistisch, doch empfiehlt den Telefonhersteller dennoch zum Kauf. Die Ericsson, die in den USA an der Nasdaq notiert ist gewinnt an Wert. Auch für Konkurrent Motorola geht es nach oben.



Auch die anstehende Technologiekonferenz bei Credit Suisse könnte für Bewegung sorgen. Ab Montag werden rund 220 Top Manager vor über 550 institutionellen Investoren über die Aussichten und den aktuellen Stand ihrer Unternehmen sprechen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich derart große Konferenzen positiv auf die jeweilige Branche ausgewirkt haben. Ab Montag mit von der Partie sind unter anderem Dell Computer, Nortel Networks, Oracle und Texas Instruments.

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