Hollywood geht härter vor: Kopfgeld auf Raubkopierer ausgesetzt

Hollywood geht härter vor
Kopfgeld auf Raubkopierer ausgesetzt

Hollywoods Filmindustrie will der Produktion von DVD-Raubkopien in Asien durch die Bezahlung von Informanten auf die Schliche kommen.

Reuters BANGKOK. Insgesamt etwa 150 000 Dollar (rund 140 000 Euro) seien für Hinweise ausgesetzt worden, die zur Zerschlagung illegaler DVD-Fabriken führten, teilte ein Sprecher des Branchenverbandes Motion Picture Association (MPA) am Mittwoch mit. Die Film-Piraterie habe sich in Asien zum organisierten Verbrechen entwickelt mit Verbindungen in die Geschäftswelt und zur Politik. Durch Raubkopien von DVDs büßte die US-Filmindustrie in Asien im vergangenen Jahr rund 600 Millionen Euro ein.

Der Aufbau des Informantennetzes soll sich nach Angaben des Sprechers im kommenden Monat auf Thailand, Indien, Indonesien, Korea, Malaysia, Singapur, Taiwan und die Philippinen erstrecken. Der Anteil der illegal gebrannten DVDs mache in den Ländern zum Teil bis zu 90 Prozent der dort verkauften Filme aus. Zudem würden diese Staaten Kopien nach Europa und in die USA exportieren. Die US-Organisation MPA kämpft seit Jahren weltweit gegen illegales Kopieren von Videos und DVDs und vertritt die Interessen der großen Hollywoodstudios wie Warner Brothers, Twentieth Century Fox und Walt Disney.

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