Hollywood-Happyend
Letzter Lakers-Wurf brachte zweiten Sieg

Der bereits mit 24 Punkten zurückliegende Champion der nordamerikanischen Basketball-Profiliga (NBA) besiegte am Sonntag in einem an Dramatik nicht zu überbietenden Duell die Sacramento Kings durch einen Dreier in allerletzter Sekunde mit 100:99 und konnte damit in der Finalserie der Western Conference zum 2:2 ausgleichen.

dpa LOS ANGELES. "Ich habe auf den Ball gewartet und stand goldrichtig. Es war genügend Zeit, um richtig zu zielen. Oh Gott, war das ein irres Ende", frohlockte Robert Horry, der gefeierte "Held des Hollywood- Dramas". In letzter Sekunde bekam er den Ball und vollendete eiskalt. Elf Sekunden vor Spielende hatten die erneut im Staples Center auftrumpfenden Gäste aus Nordkaliforniern noch mit 99:97 geführt. Mit einer Einzelaktion versuchte Lakers-Star Koby Bryant den Ausgleich zu erzielen. Doch der Ball sprang vom Ring in die Hände von Shaquille O'Neal, der auch nicht vollenden konnte.

Den Rebound beförderte Kings-Center Valde Divac einfach blindlings aus der Gefahrenzone in die Hände von Horry, der direkt zum Korb stand. Mit seinem Dreier standen die Zeiger der Spieluhr auf Null. "Das war das glücklichste Ding, was ich je in meinem Leben gesehen habe", sagte Kings-Forward Hedo Turkoglu. "In solch einem Moment denkt man überhaupt nicht. Du hoffst nur, dass du den Ball bekommst, den Wurf machen kannst und ihn versenkst. Wenn du in solchen Momenten denkst, vergeigst du den Wurf", sagte Horry, der mit den Lakers und Houston Rockets jeweils zwei NBA- Championsringe gewinnen konnte. "Es war ein Wurf so richtig aus dem Rhythmus. Da konnte nichts schief gehen. Es war kein Glückswurf. Schließlich habe ich schon viele Dreier verwandelt. Ich bin immer auf Dreier aus. Zweier interessieren mich nicht".

Nach dem ersten Viertel hatte es noch so ausgesehen, als würden die Lakers zum zweiten Mal hintereinander auf eigenem Parkett vorgeführt werden. Der 20:40-Rückstand vergrößerte sich nach 15 Spielminuten sogar auf 26:50. Dann jedoch ging urplötzlich ein Ruck durch die Lakers-Reihen. O'Neal mit 27 und Bryant mit 25 Zählern waren die besten Werfer beim Titelverteidiger. Divac (23) traf am häufigsten bei den Kings, die am Dienstag im fünften Spiel der Serie "best of seven" Heimrecht haben.

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