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Holocaust-Opfer verklagen Bundesrepublik wegen geraubter Kunst

Berlin (dpa) - Überlebende des Holocaust haben die Bundesrepublik zur Rückgabe enteigneter Kunstwerke aufgefordert. Mehr als 2000 von den den Nazis geraubte Gemälde seien noch im Besitz des deutschen Staates, erklärte der US-Anwalt Ed Fagan in Berlin.

Berlin (dpa) - Überlebende des Holocaust haben die Bundesrepublik zur Rückgabe enteigneter Kunstwerke aufgefordert. Mehr als 2000 von den den Nazis geraubte Gemälde seien noch im Besitz des deutschen Staates, erklärte der US-Anwalt Ed Fagan in Berlin.

Fagan überreichte dabei dem Bundesfinanzministerium eine Klageschrift vor US-Gerichten mit Forderungen in Höhe von 18 Milliarden Dollar. Der New Yorker Anwalt, der die Opfer-Organisation AHVRAM vertritt, hatte schon mehrere Schweizer und deutsche Banken wegen ihrer Beteiligung an Nazi-Verbrechen verklagt.

Im Bundesfinanzministerium gebe es noch Unterlagen über den Verbleib der Kunstwerke, sagte Fagan. Sie sollten den Eigentümern zurückgegeben werden. Sollte sich kein Besitzer finden, könnten die Werke etwa der Zwangsarbeiter-Stiftung zur Verfügung gestellt werden. «Das Schlimmste wäre es, wenn dieser Vorgang im Dunkeln bleiben würde», sagte der Anwalt Manfred Kahl, der in Deutschland die Interessen von AHVRAM vertritt. Grundlage für die Klage sei ein Gerichtsurteil des US-Supreme-Court von Anfang Juni. Demnach kann die Bundesrepublik in den USA wegen Eigentumsansprüchen verklagt werden.

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