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Holtrop: T-Online wird 2001 völlig neues Gesicht bekommen

Die T-Online wird nach den Worten ihres neuen Chefs, Thomas Holtrop, bereits im laufenden Jahr in Bezug auf Angebot und Darstellung ein völlig neues Gesicht bekommen.

rtr BERLIN. Ab Ende des Jahres werde es die ersten im März angekündigten kostenpflichtigen Inhalte für T-Online-Abonnenten geben, sagte Holtrop in einem Interview der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe) weiter. Als Beispiel für solche Angebote nannte Holtrop: "Wenn man als Nutzer an einem Konzert interessiert ist, kann man die ersten zehn Minuten kostenlos miterleben. Will man aber auch den Rest sehen, muss man dafür zahlen".

Holtrop will nach eigenen Angaben die am Neuen Markt notierten T-Online zügig vom Internet-Zugangs-Anbieter zu einem Internet-Medienhaus umbauen. Zurzeit mache T-Online noch 87 Prozent seines Umsatzes mit dem Zugangsgeschäft. "Bis zum Jahr 2003 soll dieser Anteil unter 70 Prozent bertragen, während das Portalgeschäft - E-Commerce, Werbung und vor allem kostenpflichtige Inhalte - von derzeit 13 Prozent auf 30 Prozent erhöht werden soll", sagte Holtrop. Die mit 8,7 Millionen Abonnenten extrem breite Kundenbasis und die äußerst starke Kundentreue seien ideale Voraussetzungen für das geplante Medienhaus.

Holtrop hat die inzwischen eingestellte Flatrate (Pauschaltarif) als betriebswirtschaftlich unglücklich bezeichnet. "Sie hat letztlich auch das gesetzte Ziel nicht erreicht: Sie entsprach nicht den Anforderungen des Marktes". Er hofft nach eigenen Angaben, das Zugangsgeschäft mit den neuen Stufentarife des Unternehmens profitabel machen zu können.

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Im ersten Quartal 2001 hatte T-Online vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen einen Verlust von 66,4 Millionen Euro verzeichnet. Das Unternehmen hatte den Rutsch in die Verlustzone unter anderem auf die Belastungen durch die Flatrate zurückgeführt.

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