Holzhäuser: Sat.1 taktiert: DFL fordert 400 Millionen von Kirch

Holzhäuser: Sat.1 taktiert
DFL fordert 400 Millionen von Kirch

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat eine Forderung in Höhe von 400 Millionen Euro aus der Kirch-Insolvenzmasse gestellt. Das gab DFL-Geschäftsführer Michael Pfad auf der Sportartikelmesse ispo in München bekannt. Die verlangte Summe setzt sich vor allem aus der fehlenden TV-Rate von rund 80 Millionen Euro aus der vergangenen Bundesliga-Saison und der Preisdifferenz von 240 Millionen Euro zwischen dem alten und neuen Fernsehvertrag für die laufende und nächste Spielzeit zusammen.

HB/dpa MÜNCHEN. Wann und wie viel Geld die Proficlubs erhalten, lässt sich derzeit aber nicht absehen. Die DFL ist einer von mehreren Gläubigern und muss das Ende des Insolvenzverfahrens gegen die KirchMedia abwarten. Wichtig wird neben der Frage, ob die DFL-Forderung in voller Höhe anerkannt wird, die Höhe der Insolvenzquote sein. Gäbe es zum Beispiel eine Quote von 40 Prozent, würden für den Dachverband 160 Millionen Euro übrig bleiben.

Als "Taktik" bezeichnete Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser bei einer Podiumsdiskussion das Vorgehen des DFL - Partners Sat.1. Der Fernsehsender hat seine Option auf einen neuen TV-Vertrag zu den bisherigen Bedingungen nicht gezogen. "Die Fernsehrechte werden bewusst schlecht gemacht, um eine strategische Position aufzubauen", sagte Holzhäuser. Er erklärte außerdem, dass die Liga über alternative Möglichkeiten verfüge.

Als Beispiel für den hohen Stellenwert des Fußballs nannte Holzhäuser die hohen Zuschauerzahlen: "Das Produkt Bundesliga ist mehr wert als es zur Zeit öffentlich dargestellt wird." Das sieht Pfad ähnlich. "Wir sind ein Produkt, dass sich in einem schwierigen Marktumfeld nach oben positioniert", sagte der DFL-Geschäftsführer. Auch Dortmunds Manager Michael Meier betonte, dass die Ware Fußball einen hohen Wert habe und eine Premium-Marke bleibe.

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