Holzmann-Tochter soll für US-Regierung bauen
US-Großaufträge verschaffen Holzmann etwas Luft

Der von der deutschen Baukrise geschüttelte und weiter rote Zahlen schreibende Baukonzern Philipp Holzmann hat durch Großaufträge für seine US-Töchter offenbar wieder etwas Luft bekommen.

ddp.vwd FRANKFURT. Die J.A. Jones Inc habe den Zuschlag für Aufträge im Gesamtvolumen von 578 Millionen US-Dollar (1,25 Milliarden Mark) erhalten, teilte der Konzern am Donnerstag in Frankfurt am Main mit.

Der vor zwei Jahren knapp dem Ruin entronnene Konzern hatte nach eigenen Angaben schon in den ersten sieben Monaten dieses Jahres in den USA seinen Auftragsbestand kräftig um 12,5 Prozent auf ein Gesamt-Volumen von 4,73 Milliarden US-Dollar aufstocken können. Dennoch wird Philipp Holzmann im laufenden Geschäftsjahr wieder einen Verlust verbuchen.

Vorstandsvorsitzender Konrad Hinrichs, der zum Jahresende sein Ausscheiden angekündigte hatte, sagte Ende August, der Konzernfehlbetrag werde zwar niedriger ausfallen als im Vorjahr (79,8 Millionen Euro). Ungeachtet der erfahrungsgemäß günstigeren Geschäfts im zweiten Halbjahr sei das "ambitionierte Ziel", für das Gesamtjahr ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen, vor allem wegen der Talfahrt der inländischen Baukonjunktur aber nicht zu erreichen. In Deutschland will der Konzern bis Jahresende weitere 500 bis 700 Stellen abbauen, nachdem im ersten Halbjahr bereits knapp 600 Beschäftigte freigesetzt wurden.

Nach den neuen US-Aufträgen soll die Holzmann-Tochter J.A. Jones in New York zwei Schulen für 130 Millionen Dollar und für die US-Regierung Gebäude im Wert von 155 Millionen Dollar bauen. Darüber hinaus werde sie in Washington für die US-Börsenaufsicht SEC ein Bürogebäude im Auftragsvolumen von 89 Millionen Dollar errichten. Die Jones-Tochter Lockwood erhielt den Angaben zufolge diverse Aufträge im Volumen von 34 Millionen Dollar.

Neu Orders gebe es auch für die Holzmann-Dienstleistungstochter Der Auftrag für den Betrieb einer High-Tech-Fleischfabrik sei um ein Jahr verlängert worden. Der Auftragswert hierfür wurde auf 100 Millionen Dollar beziffert. Außerdem sei Jones Services mit Wartung und Unterhalt von Gebäuden der US-Marine beauftragt worden. Dieser Auftrag zur Vermeidung von Umweltschäden in Florida habe ein Volumen von 70 Millionen Dollar.

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