Home Depot mit Gewinnwarnung
Wall Street schließt deutlich schwächer - Ölpreise belasten

Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte notierte zum Handelsschluss 379,85 Punkte oder 3,65 % im Minus auf 10 033,94 Zählern und lag damit nur geringfügig über der psychologisch wichtigen Marke von 10 000 Punkten, welche letzmals Mitte März dieses Jahres unterschritten worden ist.

Reuters NEW YORK. Die New Yorker Aktienbörse hat am Donnerstag auf breiter Front schwächer geschlossen. Die Marktstimmung sei durch die Spannungen im Nahen Osten und deutlich gestiegenen Rohölpreisen belastet worden, sagten Händler. Zudem habe eine Gewinnwarnung des im Dow Jones vertretenen Einzelhändlers Home Depot die negative Tendenz zusätzlich verstärkt. "Die erneute Gewinnwarnung eines gewichtigen US-Unternehmens hat die Sorgen der US-Anleger über die Ertragslage der US-Unternehmen vermehrt", sagte ein Händler. Der Home Depot-Ankündigung waren in den vergangenen Wochen bereits eine große Zahl von Warnungen von marktführenden Unternehmen wie Intel , Motorola oder McDonalds vorausgegangen.

Dow-Jones-Indes 3,65 % im Minus

Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte notierte zum Handelsschluss 379,85 Punkte oder 3,65 % im Minus auf 10 033,94 Zählern und lag damit nur geringfügig über der psychologisch wichtigen Marke von 10 000 Punkten, welche letzmals Mitte März dieses Jahres unterschritten worden ist. Der technologielastige Nasdaq Composite Index schloss nach einer Berg- und Talfahrt 2,99 % tiefer auf 3 073,90 Zählern. Damit hat der Index den am 23. Mai verzeichneten Punktestand von 3 164,55 Zählern unterschritten und den tiefsten Tageschluss in diesem Jahr verzeichnet. Der breiter gefasste S&P-500-Index rutschte 2,56 % ins Minus auf 1 329,64 Punkte.

Sorge über eine zunehmende Instabilität des Nahen Ostens

Eine militärische Vergeltungsaktion der israelischen Armee gegen die Palästinenser im Gaza-Streifen und ein Angriff gegen ein amerikanisches Kriegsschiff in Yemen hätten die Sorgen über eine zunehmende Instabilität im Nahen Osten verstärkt und die Rohölpreise im New Yorker Handel um rund 2,85 $ auf 36,10 pro Barrel hochspringen lassen, sagten Händler. Diese Entwicklung habe sich negativ auf das Marktgeschehen an den US-Börsen ausgewirkt. "Der Markt befindet sich momentan nicht in einem Zustand der Stärke, wo er schlechte Nachrichten besser wegstecken könnte", sagte ein Analyst dazu.

Home Depot brauch um rund 29 % ein

Die Titel der weltgrößten Baumarktkette Home Depot brachen um rund 29 % auf 34-7/16 $ ein, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, dass der Gewinn im dritten Quartal wegen gestiegener Rohmaterialkosten unter den vorherigen Erwartungen liegen werde. Der Kurseinbruch von Home Depot war für über 80 Punkte des Indexverlustes des Dow-Jones verantwortlich, wie Händler sagten. "Wenn ein Unternehmen wie Home Depot mitteilt, es werde die Planzahlen nicht erfüllen, dann ist dies kein kleiner Schock für die Anleger", sagte ein Händler.

Finanzwerte schwach

Der Dow-Jones-Index wurde zudem durch die Schwäche der Finanzwerte belastet, sagten Händler. So verzeichneten J. P. Morgan Abschläge von 7,36 % auf 136 $ und Citigroup verbilligten sich um 5,44 $ auf 46-3/4 $. Analysten nannten mehrere Gründe für die Schwäche des Finanzsektors. Einerseits bestünden Sorgen über ein sich verschlechterndes Umfeld für diesen zinssensitiven Sektor, andererseits hätten die Finanzwerte durch das in noch nicht allzu weiter Ferne liegende Fusionskarussell deutliche Kursaufschläge erfahren, die nun vom Markt wieder korrigiert würden.

AMD überzeugte die Investoren

Dagegen vermochten die Geschäftszahlen des US-Chipproduzenten Advanced Micro Devices AMD ) die Investoren zu überzeugen, sagten Marktteilnehmer. Der nach Intel zweitgrößte US-Chipkonzern hatte am Mittwoch nach US-Börsenschluss einen über den Erwartungen von Analysten liegenden Gewinn für das dritte Quartal vorgelegt. Starke Umsätze hätten für einen Reingewinn von 219,3 Mio. $ gesorgt, nachdem im Vorjahreszeitraum ein operativer Verlust von 99 Mio. $ angefallen sei, hatte AMD mitgeteilt. AMD kletterten um 1,72 % auf 22-1/8 $. Die Konkurrentin Intel verbesserte sich um 4,64 $ auf rund 37 $.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungsweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt um gut 6/32 höher und brachten eine Rendite von 5,813 %.

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