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Honeywell senkt Gewinnprognose für Gesamtjahr

Der US-Luft- und Raumfahrtkonzern Honeywell hat seine Gewinnprognosen für das Gesamtjahr gesenkt. Eine Erholung der Automatisierungs- und Schaltgeräte-Sparte verlaufe langsamer als erwartet, begründete der Konzern am Mittwoch vor Analysten die Entscheidung.

rtr BOSTON. Das Unternehmen, dessen Aktien im Dow-Jones-30-Index gelistete sind, will weitere Stellen im laufenden Jahr abbauen. Der Aktienkurs gab gegen den Trend rund drei Prozent auf 30,95 Dollar nach.

Insgesamt werde für die zweite Jahreshälfte zwar eine Ertragswende erwartet, erklärten Unternehmensvertreter vor Analysten anlässlich der Vorlage des Quartalsberichts. Je Aktie prognostizierte Honeywell für das Gesamtjahr einen Gewinn von 2,25 Dollar bis 2,30 Dollar. Bisher hatte der Konzern einen Gewinn von 2,36 Dollar je Aktie vorausgesagt. Analysten rechnen nach einer Umfrage von Thomson First Call mit einem Gewinn je Aktie von 2,25 Dollar bis 2,40 Dollar. Für das dritte Quartal hat Honeywell einen Gewinn je Aktie von 60 bis 61 US-Cents vorausgesagt. Analysten rechnen hier mit mit 61 Cents. Im zweiten Quartal hatte Honeywell nach eigenen Angaben seinen Reingewinn auf 459 Mill. Dollar oder 56 Cents je Aktie von 50 Mill. Dollar oder sechs Cent je Aktie erhöht. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft war mit 55 Cents je Aktie im Rahmen der Analystenprognosen, die von 54 bis 56 Cents je Aktie reichten. Der Konzern, der unter anderem Elektronik, Bremsen und Reifen für Flugzeuge herstellt, leidet unter der allgemeinen Flaute der Luftfahrtbranche nach den Anschlägen vom 11. September. Nur mit deutlichen Kostenreduzierungen sei eine Steigerung des Gewinns aus dem laufenden Geschäft erreicht worden, teilte der Konzern mit. Der Umsatz sei im zweiten Quartal auf 5,65 Mrd. Dollar von 6,07 Mrd. Dollar im Vorjahr gesunken.

Das Unternehmen teilte weiter mit, zusätzlich zu den 4000 schon im zweiten Quartal gestrichenen Stellen 2000 weitere Stellen zu streichen. Insgesamt fiel die Zahl der Mitarbeiter im zweiten Quartal per Ende Juni damit auf 108 000 von 112 000 Mitarbeitern vor nur drei Monaten. Bis zum Jahresende will der Konzern, der Ende 2000 noch 130 000 Menschen beschäftigte, noch 106 000 Stellen besetzen.

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