Hongkong und Singapur im Minus
Worldcom-Nachrichten lasten auf Asiens Börsen

Die Meldung, dass die Worldcom-Bilanz gravierend revidiert werden muss, hat auch die asiatischen Börsenplätze belastet. So gaben etwa die Indizes in Hongkong und Singapur mehr als zwei Prozent ab.

Reuters/vwd HONGKONG/SINGAPUR. Negative Vorgaben der US-Leitbörsen und die Berichte über fehlerhafte Bilanzen beim US-Konzern Worldcom haben der Börse von Hongkong deutliche Einbußen beschert. Der Hang Seng-Index rutschte 2,4 Prozent auf 10.355,92 Zähler ab und erreichte damit den tiefsten Stand seit sieben Monaten. Sämtliche Standardwerte mussten Abschläge hinnehmen.

Die Liste der Verlierer führten die Titel des Exportunternehmens Li & Fung an, die 5,31 Prozent auf9,80 HK-Dollar einbrachen. Die Papiere des Micro Johnson Electric Holdings-Motorenherstellers verloren rund vier Prozent auf 8,6 HK-Dollar. Der Börsenumsatz war hoch. Es wechselten Aktien im Wert von 10,2 Milliarden HK-Dollar die Hand. Dies vergleicht sich mit einem 20-Tage-Durchschnitt von 6,9 Milliarden Dollar. Viele Anleger seien besorgt über die Reaktionen an Wall Street über die Geschehnisse bei Worldcom, sagte ein Händler. Die Bilanzprobleme waren bekannt geworden, nachdem die US-Börse bereits geschlossen war. Die USA sind der zweitwichtigste Handelspartner Hongkongs und die Währung des Landes ist an den US-Dollar gekoppelt.

Gemieden wurden auch die Anteilsscheine von MTR Corp, die 6,45 Prozent auf 10 HK-Dollar fielen. MTR ist ein Bau-Generalunternehmer, der auch die Hongkonger Untergrundbahn betreibt. Die Aktie kam nach der Nachricht unter Druck, dass der Konkurrent Kowloon Railway Corp-Canton (KCRC) bei einem größeren Infrastrukturauftrag MTR vorgezogen worden sei.

Auch der Aktienmarkt in Singapur zeigte sich von der Worldcom-Krise belastet. Der Straits-Times-Index fiel um 2,2 Prozent bzw 34 Punkte auf 1.532. Investoren wurden durch die Meldung einer falschen Bilanzierung im Volumen von 3,8 Mrd US-Dollar (USD) insbesondere im Hinblick auf US-Unternehmen verunsichert. Händler warnten, dass Technologiewerte und Blue Chips in nächster Zeit im Gefolge der Nasdaq weitere Verluste verbuchen dürften. Singapore Telecommunications verloren 1,5 Prozent auf 1,32 SGD. Singapore Press Holdings verbilligten sich um 4,4 Prozent auf 19,40 SGD.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%