Hongkonger Behörden zählen 92 neue SARS-Fälle
Wohnblock wegen SARS unter Quarantäne

Bei ihren Bemühungen, die Ausbreitung der lebensgefährlichen Lungenentzündung SARS einzudämmen, haben die Behörden in Hongkong am Montag einen Wohnblock mit mehr als 200 Menschen unter Quarantäne gestellt.

Reuters HONGKONG. Allerdings seien zuvor bereits viele Familien aus dem Komplex geflohen, was zu Befürchtungen vieler Neuinfektionen führte. Die Hongkonger Behörden zählen inzwischen 92 neue SARS-Fälle. Damit stieg die Zahl der Infizierten allein in Hongkong auf mehr als 620. "Wir prüfen alle Möglichkeiten, um festzustellen, ob es (das Virus) durch die Luft oder die Wasserversorgung verbreitet wird", sagte eine Regierungssprecherin.

Wie in Hongkong blieben auch in Singapur am Montag die Schulen geschlossen. Dort sind 945 Menschen unter Quarantäne gestellt worden. Die Behörden schickten Krankenschwestern zum Flughafen, um eintreffende Flugreisende zu untersuchen. Reisende haben das SARS-Virus in den vergangenen Wochen nach Hongkong, Kanada, Singapur und Vietnam getragen, nachdem es erstmals im Süden Chinas aufgetreten war.

SARS-Fälle sind seitdem auch in den USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Australien, Japan und Taiwan aufgetreten. 59 Menschen sind bislang an der Krankheit gestorben, davon allein 13 in Hongkong. Mehr als 1600 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert, viele erholten sich auch wieder.

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