Honorarverhandlungen
Ärzte bitten zur Kasse

Ärzte in Niedersachsen wollen Mitgliedern gesetzlicher Krankenkassen von Mitte Juni an Kombinationsimpfungen nur noch gegen Privatrechnung verabreichen, wenn das Honorar nicht erhöht wird.

Wiwo/ap NORDENHAM. Dies richte sich nicht gegen die Patienten, sagte der Vorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Niedersachsen, Tilman Kaethner, am Donnerstag in Nordenham. Bei dem Streit mit den Kassen geht es um neuartige Impfmittel, die bis zu sechs Wirkstoffe in einer Spritze enthalten. Dafür bekämen die Ärzte nur ein Sechstel des Honorars, hieß es.

Kaethner erklärte, der Arbeitsaufwand bei einer Kombi-Impfung sei annähernd der gleiche wie bei sechs Einzelimpfungen. Der Arzt sei zur Aufklärung über jeden einzelnen Wirkstoff verpflichtet und müsse sich beispielsweise für Gespräche mit Eltern sehr viel Zeit nehmen. Kinder- und Jugendarztpraxen seien am meisten von den Kürzungen betroffen, da Impfungen bei ihnen 20 Prozent des Umsatzvolumens ausmachten.

In Bayern und Hessen gebe es bereits neue Honorarvereinbarungen für Impfungen, sagte Kaethner. In Niedersachsen verhandle die Kassenärztliche Vereinigung schon seit Monaten mit der AOK und den Ersatzkassen.

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