Hormone haben ausgedient - Bio-Aging heißt das Zauberwort. Natürlich mit einem ganzheitlichen Konzept.
Langsam runzeln

Vor einem Monat hat Guido Hartmann zum letzten Mal seinen Schreibtisch aufgeräumt. Der Ruhestand bekommt dem 64-Jährigen blendend: Sportlich und schlank steht er da, zeigt mit einem Lächeln seine eigenen Zähne. "Anti-Aging betreibe ich eigentlich schon lange", sagt der ehemalige Geschäftsführer einer norddeutschen Bekleidungsfirma.

Er hat nie eine Zigarette angerührt, Bier gab es nur ab und zu. Jeden Morgen zwei Orangen auszupressen ist ihm seit Jahren eine liebe Gewohnheit. Hartmann schwört auch auf Fisch und Vollkorn sowie auf Pülverchen mit Vitamin E und Mineralstoffen. Hormone kamen für den 64-Jährigen nie in Frage: "Man hört so viel von Prostatakrebs - das Risiko ist mir zu hoch."

Falten, Haarausfall, Schmerbauch - alt sein will heute niemand mehr. Spätestens seit die World Health Studie im vergangenen Jahr einen Zusammenhang zwischen Hormontherapie und Krebs belegen konnte, sind Testosteron und Östrogen als Lifestyledroge bei gesundheitsbewussten Senioren allerdings nicht mehr gefragt. Nun setzen Ratgeber auf Slogans wie "better aging", "happy aging" und "active aging". Gemeint ist in jedem Fall das Gleiche: das Bemühen, Altern zu verhindern und bis zum letzten Hauch möglichst gesund zu bleiben.

Bio-Aging ist der aktuellste Trend, der eigentlich Bio-Anti-Aging heißen müsste. Erfunden hat diesen Begriff Vanessa Halen. Bio-Aging steht für eine biologisch korrekte Therapie, die auf den Einsatz von Hormonen verzichtet. Neben den bekannten Vitaminen und Mineralien kommen Aminosäuren zum Einsatz, Bausteine von Proteinen, die im Aufbaustoffwechsel eine Rolle spielen.

Sie stimulieren die Produktion von Wachstumshormonen, was sich positiv auf den Alterungsprozess auswirkt. Selbst Diabetes, Herzprobleme und Verlust der Libido sollen so erfolgreich behandelt werden können. "Präventiv gesund leben", beschreibt die 41-jährige Halen ihren Lebensstil. Und: "Schon mit Mitte 30 ist die Zeit reif für Bio-Aging."

Doch auch wenn der Verfall bereits eingesetzt hat, ist es nicht zu spät. Männern empfiehlt Halen Pflanzliches: Das Sägepalmenextrakt Sebal könne dem kahl werdenden Mann einen kräftigen Haarschopf bringen. Der Wirkstoff verhindere Prostatabeschwerden und steigere die Libido. Lebensmittel machen nicht nur satt, sondern haben eine heilende Wirkung. So schwört Halen auf grünen Tee gegen die freien Radikalen, auf Kohl gegen Cellulite und Äpfel, die den Blutzuckerspiegel unter Kontrolle halten.

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