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HSV bleibt mit Trainer Doll ungeschlagen: 1:1 in Bremen

Auch der deutsche Meister kann den Hamburger SV mit Trainer Thomas Doll nicht stoppen. Im 81. Nordderby der Fußball-Bundesliga reichte es für Werder Bremen vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion nur zu einem 1:1 (0:1) gegen den Nachbarn.

dpa BREMEN. Auch der deutsche Meister kann den Hamburger SV mit Trainer Thomas Doll nicht stoppen. Im 81. Nordderby der Fußball-Bundesliga reichte es für Werder Bremen vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion nur zu einem 1:1 (0:1) gegen den Nachbarn.

David Jarolim brachte die Hamburger per Kopf in Führung (22. Minute), Christian Schulz glich für die überlegenen Bremer in der 74. Minute aus. Damit bleibt der HSV seit der Amtsübernahme von Doll in drei Spielen ungeschlagen. Werder verpasste mit dem Remis die Chance, sich auf Platz zwei hinter Spitzenreiter Wolfsburg zu verbessern, und zeigte eine durchwachsene Generalprobe vor dem Champions-League-Heimspiel gegen den RSC Anderlecht.

Die Bremer erkämpften sich ein geradezu Schwindel erregendes Übergewicht an Chancen (20:2 Schüsse aufs Tor), das eigentlich für zwei Siege hätte reichen müssen. "Das war ein Spiel auf ein Tor, wir haben es aber nicht geschafft, das Siegtor zu erzielen", klagte Trainer Thomas Schaaf. Doch dem kompakt agierenden HSV stand diesmal auch das Glück zur Seite. Allein Ivan Klasnic vergab fünf Möglichkeiten, in der 37. Minute traf er nur den Pfosten. "Wir haben gut gekämpft, aber nicht gut gespielt", befand Werder-Abwehrspieler Valerien Ismael.

Der nach den Siegen in Dortmund (2:0) und gegen den SC Freiburg (4:0) mit breiter Brust zum Doublegewinner gereiste HSV überzeugte mit einer konzentrierten Abwehrleistung. Sowohl Daniel van Buyten als auch der zweikampfstarke Khalid Boularouhz und der defensive Mittelfeldspieler Raphael Wicky räumten vorm eigenen Gehäuse kompromisslos auf. Was der Viererkette durchging, wurde eine Beute des sicheren Schlussmanns Martin Pieckenhagen. "Er hat überagend gehalten", lobte Trainer Doll seinen Torhüter, um anschließend dem ganzen Team Anerkennung zu zollen. "Ich muss den Hut ziehen vor der Mannschaft. Läuferisch und kämpferisch hat sie Hervorragendes gezeigt."

Werder setzte auf bedingungslose Offensive und wurde bestraft. Ausgerechnet Spiellenker Johan Micoud leistete sich mit einem Rückpass per Kopf einen folgenschweren Fehler, den der pfeilschnelle Daniel Mpenza zu einem Konter par excellence nutzte. Am herausstürzenden Werder-Torhüter Andreas Reinke vorbei servierte er dem im Strafraum lauernden Jarolim den Ball auf den Kopf. Der Tscheche ließ sich die Chance zu seinem zweiten Saisontreffer nicht entgehen. "Das war ein Missverständnis, den haben wir selber reingemacht", meinte Schaaf bedauernd.

Der Werder-Trainer setzte nach dem Seitenwechsel mit der Einwechslung von Nelson Valdez als drittem Stürmer neben Klasnic und Miroslav Klose alles auf eine Karte. Das pausenlose Anrennen, dem allerdings Überraschungsmomente und Präzision fehlten, wurde belohnt, als Schulz sich gegen den gerade eingewechselten HSV-Mittelfeldspieler Mehdi Mahdavikia durchsetzte und aus Nahdistanz zum 1:1 einschoss. "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie nachlegen kann", sagte Schaaf. Danach hatten die Bremer nahezu im Minutentakt Torchancen, doch Torwart Pieckenhagen rettete dem HSV das Remis.

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