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HSV gelingt Befreiungsschlag: 4:3 gegen Nürnberg

Dem Hamburger SV ist mit einem 4:3 (2:1)-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg der ersehnte Befreiungsschlag gelungen.

dpa HAMBURG. Dem Hamburger SV ist mit einem 4:3 (2:1)-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg der ersehnte Befreiungsschlag gelungen.

Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart der Fußball-Bundesliga zeigte die Elf von Trainer Klaus Toppmöller ansteigende Form und ging durch das zweite Saisontor von Kapitän Daniel van Buyten nach zwölf Minuten in Führung. Björn Schlicke traf fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff, Emile Mpenza (51.) sowie Benjamin Lauth (87.) steuerten ihre ersten Tore für den HSV bei. Der Slowake Marek Mintal (37./76./84.) wahrte praktisch im Alleingang lange Zeit die Hoffnungen der Gäste auf einen Punktgewinn in der AOL-Arena. Ein Sieg in Hamburg liegt für den Aufstieger schon zwölf Jahre zurück.

"Die Mannschaft hat heute Moral bewiesen. Das war ein Spiel, das mein Fußballer-Herz höher schlagen ließ", sagte Toppmöller erleichtert. "Nun werden wir zwei Wochen hart arbeiten, um daran anzuknüpfen." Gästecoach Wolfgang Wolf haderte unterdessen mit dem Spielausgang: "Wir hätten einen Punkt verdient gehabt."

Ohne Torjäger Bernardo Romeo bot Toppmöller Sergej Barbarez neben Emile Mpenza im Sturm auf. Engagiert, aber unsicher ging die HSV-Elf vor 36 587 Besuchern ins Spiel, das ihnen die Nürnberger zudem mit gutem Zweikampfverhalten erschwerten. Nicht einmal das Führungstor von van Buyten nach einem Freistoß von Christian Rahn brachte Ruhe ins Mittelfeld. Stefan Beinlich leistete sich Fehlpässe, Rahn wirkte schwach auf der linken Seite. Das Gegentor der Gäste war nur eine Folge der nachlassenden Hamburger. Nach einer Ecke von Ivica Banovic war Mintal aus fünf Metern zur Stelle.

Erneut eine Standardsituation nutzte Schlicke zum 2:1-Halbzeitstand: Eckenspezialist Rahn hatte vorgelegt, der Abwehrspieler traf aus 16 Metern. Bei Nürnberg ließen Mintal (44.) mit einem Pfostenschuss und Markus Schroth (50.) weitere Möglichkeiten ungenutzt. So brachte der agile Mpenza nach dem Pausentee Bewegung in die Hamburger Angriffsbemühungen. Der Belgier schloss einen Konter zum 3:1 ab.

Als das 3:2 wieder durch Mintal nach Vorlage des Ex-Hamburgers Marcel Ketelaer fiel, drohte das Spiel zu kippen. Die Nürnberger konterten erfolgreich und hatten sechs Minuten vor Spielende wieder durch den Slowaken Erfolg. Erst der eingewechselte Lauth sicherte in der 87. Minute bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz für den HSV den am Ende verdienten Sieg. "Das war verdammt wichtig für uns. Ich hoffe, jetzt kehrt endlich mal etwas Ruhe ein", sagte Lauth.

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