HSV-Trainer Toppmöller unter Druck
Im DFB-Pokal reifen wieder Träume

Dem berühmten Profi-Klub einmal ein Bein stellen - auch an diesem Wochenende kann dieser Wunsch vieler Amateurklubs wieder in Erfüllung gehen. Am brisantesten ist vielleicht das Duell des Deutschen Meisters Werder Bermen gegen den Basler-Klub Jahn Regensburg.

HB DÜSSELDORF. Die "Kleinen" träumen von Berlin, die "Großen" fürchten die Blamage: In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals wollen die Favoriten aus der Bundesliga ihre Gegner aus dem Amateur-Lager keinesfalls unterschätzen. "Wir werden uns zu 100 % auf den Wettbewerb konzentrieren", kündigte Klaus Allofs, Manager des Titelverteidigers Werder Bremen, vor dem brisanten Duell beim SSV Jahn Regensburg an. Dort ist ausgerechnet der frühere Werder-Profi Mario Basler Trainer, der mit den Norddeutschen 1994 Pokalsieger wurde.

Die "Kleinen" aus den Amateur-Ligen hoffen, den Profis zwei Wochen nach dem Bundesliga-Start ein Bein zu stellen und für Schlagzeilen zu sorgen. "Es wird Zeit, dass wir mal einen Großen rauswerfen. Warum sollen wir nicht gegen Leverkusen damit anfangen", sagte Colin Bell, Trainer der in der Regionalliga Süd spielenden Amateure des FSV Mainz 05. Sein Team erwartet den designierten Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen.

Wie ernst die Clubs aus der ersten Liga die Aufgabe in dem seit 1935 ausgespielten Traditionswettbewerb nehmen, unterstreichen die Ankündigungen ihrer Trainer. "Ich will mit den Besten spielen", sagte Stuttgarts neuer Chefcoach Matthias Sammer, "es wäre ein Denkfehler, Spieler schonen zu wollen oder den Gegner nicht ernst zu nehmen". Bei den Amateuren des VfL Wolfsburg verlor der 36-Jährige vor drei Jahren in der ersten Runde mit Borussia Dortmund, als er Akteuren aus der zweiten Reihe eine Chance gab. Das soll ihm am Samstag beim Südwest- Oberligisten TuS Mayen nicht noch einmal passieren.

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