Hubers neue Generalsekretärin
„Wir wollen starke Frauen“

Christine Haderthauer hat in der Politik atemberaubend schnell Karriere gemacht: Erst seit 2003 sitzt sie im bayerischen Landtag, noch keine volle Legislaturperiode. In den kommenden Monate wird sie als Erwin Hubers neue Generalsekretärin die Vorbereitung der Kommunal- und Landtagswahlkämpfe übernehmen. Nicht jeder kann diese Entscheidung verstehen.

MÜNCHEN / BERLIN. "Das Wort stammt nicht von mir", beteuert Erwin Huber. Überhaupt nicht wahr, dass er in kleinem Kreis gesagt habe, er brauche eine Sekretärin, weil General sei er selber. Ob das Dementi nun einer glaubt oder nicht - das muss er sagen, will er seine künftige Generalsekretärin Christine Haderthauer nicht von vornherein beschädigen.

Nicht jeder versteht Hubers Entscheidung, die Vorbereitung der Kommunal- und Landtagswahlkämpfe der kommenden Monate in Haderthauers Hände zu legen. Die 44-jährige Fachanwältin für Arbeitsrecht aus Ingolstadt hat in der Politik atemberaubend schnell Karriere gemacht: Sie ist erst seit 2003 im Landtag, noch keine volle Legislaturperiode. Nicht das einzige ungewöhnliche Detail in ihrer Biografie: Sie ist im äußersten Norden Deutschlands geboren, in Neumünster in Schleswig-Holstein. Und sie hat in ihren relativ jungen Jahren bereits zwei erwachsene Kinder, was für einige Erfahrung mit dem Zukunftsthema Vereinbarkeit von Familie und Beruf spricht.

Ansonsten weiß über ihr politisches Profil kaum jemand genaueres zu sagen. Huber jedenfalls ist stolz darauf, mit ihrer Berufung ein Zeichen zu setzen: "Wir wollen starke Frauen!", sagte Huber und zählte Haderthauers Stärken auf: "Intelligent, argumentationsstark, außerordentlich kommunikativ. Sie ist tüchtig und tatkräftig." Die Berufung einer jungen Frau in dieses Amt werde der CSU einen zusätzlichen Schub geben. "Die CSU hat mehr Wählerinnen als Wähler". Man kann es auch andersherum formulieren: Die jungen Frauen sind das Sorgenkind der CSU, weil sie mehrheitlich andere Parteien wählen. "Die CSU muss weiblicher werden", lautete denn auch zum Jahreswechsel die Überschrift auf einem Papier der künftigen CSU CSU-Vordenker-Generalsekretärin. Alois Glück band die 44-Jährige eng bei dem Unterfangen ein, der CSU in ihrem neuen Grundsatzprogramm ein modernes Frauen- und Familienbild zu verpassen.

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