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Hugo Chávez gewinnt Präsidentschaftswahl in Venezuela

Der seit 18 Monaten amtierende Staatschef wird Venezuela nach seinem Wahlsieg weitere sechs Jahre regieren.

afp CARACAS. Der venezolanische Staatschef Hugo Chávez ist dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis zufolge mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt worden. Bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag (Ortszeit) ließ der 46-jährige Linkspopulist seinen schärfsten Konkurrenten Francisco Arias deutlich hinter sich. Nach Auszählung von 77 Prozent der abgegebenen Wahlscheine entfielen auf Chávez 59,5, auf Arias 22 und auf den früheren Bürgermeister der Hauptstadt Caracas, Claudio Fermín, 2,6 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 57 Prozent der insgesamt etwa 11,7 Millionen Stimmberechtigten. Neben der Entscheidung über das höchste Staatsamt fanden in dem südamerikanischen Land zugleich Parlaments,- Regional- und Bürgermeisterwahlen statt.

Der seit 18 Monaten amtierende Chávez wird Venezuela nach seinem Wahlsieg weitere sechs Jahre regieren. Im vergangenen Jahr hatte Chávez die Verfassung geändert, um die Wahl zu ermöglichen. Die von ihm ursprünglich für den 28. Mai geplanten "Megawahlen" hatte das Oberste Gericht Venezuelas in letzter Minute ausgesetzt. Vom Balkon des Präsidentensitzes in Caracas aus rief Chávez Tausende seiner jubelnden Anhänger zur gemeinsamen Arbeit für die "nationale Einheit" auf. Das Volk forderte er auf, hinter seiner "wirtschaftlichen und sozialen Revolution" zu stehen.

Zur Parlamentswahl gab die Wahlkommission zunächst keine Ergebnisse bekannt. Nachwahlbefragungen ergaben jedoch nach Angaben der Internet-Ausgabe der Tageszeitung "El Nacional", dass die regierende Bewegung der Fünften Republik (MVR) und ihre Verbündeten in der 165 Mitglieder zählenden Volksvertretung lediglich mit der einfachen Mehrheit rechnen können. Bei den Gouverneurswahlen siegten Mitglieder aus dem Lager von Chávez amtlichen Teilergebnissen zufolge in zwölf der 22 Bundesstaaten. Auch der Bürgermeisterposten im Bundesdistrikt Caracas ging demnach an das Chávez-Lager. Die "Megawahlen" wurden von internationalen Wahlbeobachtern überwacht, unter ihnen der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter.

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