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Huhn unter Gockeln

Von Albrecht Prinz Croy Was für ein Hühnerhaufen! Dies wild durcheinander gackernde Sammelsurium ist also Frau Merkels Wahlkampfmannschaft (von Kompetenzteam dürfen wir ja noch nicht reden). Ein nervös gewordenes Huhn unter sich spreizenden Gockeln.

Von Albrecht Prinz Croy

Was für ein Hühnerhaufen! Dies wild durcheinander gackernde Sammelsurium ist also Frau Merkels Wahlkampfmannschaft (von Kompetenzteam dürfen wir ja noch nicht reden). Ein nervös gewordenes Huhn unter sich spreizenden Gockeln. So wenig Rückhalt für einen Spitzenkandidaten war nie. Einige CDU-Ministerpräsidenten machen sich in den Urlaub dünne, und der CSU-Großgockel Stoiber gibt den Ton vor. 45 Prozent müsse die Union holen, schließlich habe er mit seinem Einsatz 2002 "die Grundlage" dafür gelegt.

Da schwillt einem der Kamm! Dieses Bonsai-Kikeriki ist schamlos. Stoiber hat die letzte Bundestagswahl verloren, nicht Schröder sie gewonnen. Er hat Urlaub gemacht, als den Ostdeutschen das Hochwasser bis zum Hals stand. Der Kanzler war da. Stoiber hatte eine Wischiwaschi-Haltung zum Irakkrieg, der Kanzler ein kristallklares Nein. Tolle Grundlagen, bayerischer Krampfhahn! In Wahrheit ist Stoiber das eigentliche Risiko für die wahlkämpfende Merkel: er erklärt sich nicht zu seinen Zukunftsplänen, verhindert dadurch die Nominierung eines guten Mannes für die Problemfälle Wirtschaft und Finanzen, und nun legt er auch noch die Latte, über die Merkel seiner Meinung nach springen muss, um seine Größe erreichen zu können.

Das Huhn muss aufstehen und seinen Hof abgrenzen. Angela Merkel muss die selbstherrlichen Gockel vertreiben. Die wollen sie in einer großen Koalition der Verhinderer unter gehen sehen. Und dann selbst den Hof besetzen. Was für ein kläglicher Haufen!

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