Hundert Festnahmen in der Türkei
Verletzte und Tote bei Protesten gegen US-Angriffe

Nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Gegnern der US-Angriffe gegen Afghanistan und der Polizei in der pakistanischen Stadt Karachi sind am Freitag sechs Menschen mit Schussverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden.

afp KARACHI/ISTANBUL. Die Polizei gab an, sie sei von den Demonstranten beschossen worden. Es war aber zunächst nicht klar, wer die Opfer waren. An den Straßenschlachten im Anschluss an das Freitagsgebet beteiligten sich etwa 20 000 Menschen. In der Nähe der Stadt Cox's Bazar in Bangladesch kamen laut Polizei mindestens sechs Menschen ums Leben, als ein Bus versehentlich in eine Demonstration gegen den Krieg in Afghanistan fuhr. In einem örtlichen Fernsehsender war von zehn Toten und 30 Verletzten die Rede.

Die türkische Polizei löste in Istanbul eine Kundgebung gegen die US-Angriffe mit Tränengas auf. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete, wurden in Istanbul 58, in der anatolischen Stadt Konya, einer Hochburg der islamischen Fundamentalisten, 41 Demonstranten festgenommen.

Auch in Nablus und in Ramallah im Westjordanland gingen nach den Freitagsgebeten insgesamt etwa 3 500 Menschen zu friedlichen Protesten auf die Straße. An einer Demonstration in Kairo nahmen mehr als 3 000 Menschen teil. In Teheran und mehreren anderen iranischen Städten gingen insgesamt mehrere zehntausend Menschen auf die Straße.

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