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Hunderte Bush-Gegner vor Wahlparteitag festgenommen

Schon vor Beginn des Wahlparteitages der Republikaner an diesem Montag in New York hat die Polizei hunderte Gegner von US-Präsident George W. Bush festgenommen. So endete eine Fahrraddemonstration am Freitagabend (Ortszeit) mit der Festnahme von bis zu 250 Teilnehmern.

dpa NEW YORK. Schon vor Beginn des Wahlparteitages der Republikaner an diesem Montag in New York hat die Polizei hunderte Gegner von US-Präsident George W. Bush festgenommen. So endete eine Fahrraddemonstration am Freitagabend (Ortszeit) mit der Festnahme von bis zu 250 Teilnehmern.

Bereits am Donnerstag hatte die Polizei 22 Demonstranten beim Protest gegen die regierenden Republikaner abgeführt. Das allein war das Dreifache aller Festnahmen, die die Polizei in Boston während des Parteitages der Demokraten von Bushs Herausforderer John Kerry vorgenommen hatte, berichtete die "New York Times" am Samstag.

Weitere Protestaktionen waren für Samstag geplant. Die Organisation "Time's Up!" (Die Zeit ist um), die maßgeblich an der Fahrraddemo beteiligt war, wollte sich einer Klingelparade gegen die Bush-Regierung anschließen. Bei dem Marsch rund um Ground Zero soll symbolisch das Ende der Republikaner eingeläutet werden: "Ring Out the Republicans".

Außerdem haben die Radler ihre Teilnahme an der Massendemo mit bis zu 250 000 Menschen am Sonntag durch die Innenstadt von New York zugesagt. Obwohl eine abschließende Kundgebung im Central Park vom republikanischen Bürgermeister Michael Bloomberg und zwei Gerichten verboten wurde, fordert der Dachverband United for Peace and Justice die Demonstanten zum "Privatbesuch" im Park auf. Es wird befürchtet, dass es dabei zur Konfrontation mit Polizisten und zu schweren Ausschreitungen kommen könnte.

An der Fahrraddemo am Freitag hatten sich nach offiziellen Angaben mehr als 5000 Radler beteiligt. Sie verlangten im Sprechchor ein Ende der Bush-Regierung und versuchten, mit Autofahrern ins Gespräch zu kommen. New Yorks stellvertretender Polizeikommissar Paul Browne begründete die Festnahmen mit Ruhestörung und der massiven Verkehrsbehinderung durch die Demonstranten. Sie seien mehrfach gewarnt worden, hätten aber nicht darauf reagiert, erklärte Browne. Dagegen nannten Teilnehmer die Demo "friedlich" und das Vorgehen der Polizei "absolut unnötig".

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