Hunderte Nicht-Moslems flüchten sich in Polizeiwachen
Mehrere Tote bei Protesten gegen die USA in Nigeria

Bei gewaltsamen Ausschreitungen nach Protesten gegen die US-Angriffe auf Afghanistan sind am Wochenende in Nigeria mehrere Menschen getötet worden. Die Zahl der Toten schwankt laut verschiedenen Medienangaben zwischen 11 und 200.

afp KANO. In der Stadt Kano im Norden des Landes kamen am Sonntag drei Menschen in einem Feuer ums Leben, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Bereits am Samstag waren acht Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Zahlreiche Häuser, Kirchen und Moscheen seien zerstört, Fahrzeuge in Brand gesteckt worden. Die Häuser von nicht-moslemischen Bewohnern wurden geplündert. Die Polizei bestätigte lediglich vier Tote. Die Unruhen hatten begonnen, nachdem Moslems nach ihrem Freitagsgebet gegen die US-Angriffe auf Afghanistan protestiert hatten.

Nach Polizeiangaben suchten hunderte Nicht-Moslems Zuflucht in Polizeiwachen, rund 300 weitere flüchteten sich in Armeebaracken. Die Polizei verhängte eine nächtliche Ausgangssperre und erhielt Schießbefehl. Sicherheitskräfte patrouillierten am Sonntag in der Stadt, in der sich die Lage nach Augenzeugenberichten beruhigt hatte. Kano hat die größte moslemische Bevölkerungsgruppe in ganz Nigeria. In der Vergangenheit gab es bei religiösen Unruhen zahlreiche Tote.

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