Hunderte von Unternehmen legen in dieser Woche Ergibnisse vor
Wall Street: Futures im Minus

Während in Europa die Osterhasen dominieren, heißt es an der Wall Street wieder "Business as usual". Dass an diesem Montag die Futures auf einen schwachen Handelstag deuten, ist kaum erstaunlich. Uncle Sam bittet spätestens an diesem Montag amerikanische Steuerzahler zur Kasse.

NEW YORK. Da amerikanische Investoren Aktien verkaufen, um Kapital für die anstehenden Steuerzahlungen aufzutreiben, dürfte das Verstreichen der Steuerdeadline den Druck auf die Wall Street mindern. Ein weiteres gutes Zeichen für bessere Zeiten sind die anhaltenden Kapitalzuflüsse in Aktienfonds. Laut des Investmenthauses Mutual Funds Trim Tabs sind in der Woche 3,6 Milliarden Dollar in die Kassen amerikanischer Aktienfonds geflossen. Obwohl der Bärenmarkt nun schon seit über einem Jahr tobt, scheinen US Investoren die Hoffnung noch nicht aufzugeben.

Wirklich richtungsweisend dürfte in dieser Woche jedoch der Beginn der Ertragsmeldungen für das erste Quartal sein. Hunderte von Unternehmen werden in dieser Woche ihre Ergebnisse vorlegen.

Ein Ergebnis leicht über den Erwartungen des Marktes konnte vor Börseneröffnung der Pharmakonzern Eli Lilly melden. Das Management hat zudem die Prognosen für das zweite Quartal angehoben. Da im August das Patent auf das Psychopharmaka Prozac ausläuft, droht das Wettbewerbsumfeld jedoch schwieriger zu werden.

Ein Ergebnis im Rahmen der Erwartungen meldet das Finanzinstitut First Union. Die sechstgrößte US-Bank wird den kleineren Konkurrenten Wachovia für 13,4 Mrd. Dollar in Aktien übernehmen. Die Aktionäre von Wachovia werden für jede Aktie zwei First Union Aktien erhalten. Die Analysten von UBS Warburg stufen die Aktien von First Union von kaufen auf halten ab. Ebenfalls die Aktien von Wachovia tendieren vorbörslich schwächer.

Unter Beschuß gerät zum Wochenauftakt die Aktie von Gillette . Die Analysten von UBS Warburg stufen den Wert von aggressiv kaufen auf halten ab. Die Gewinnaussichten für 2001 und 2002 werden gleichzeitig reduziert. Neben dem festen US-Dollar machen sich auch sinkende Marktanteile bei dem Batteriehersteller Duracell belastend bemerkbar.

Unter Abgabedruck geraten zum Wochenauftakt in erster Linie die Hightechs. Chipwerte, die zu den größten Gewinnern der vergangenen Woche gehörten, dürften unter Gewinnmitnahmen leiden. Vor allem negative Kommentare von Morgan Stanley wirken sich belastend aus. Die dortigen Analysten reduzieren die Gewinnerwartungen von Intel und stufen die Aktien von Xilinx auf halten ab. Das Kursziel der Aktie sinkt von 70 $ auf 60 $. Die Investment Bank senkt ebenfalls die Empfehlung von Juniper Networks von überdurchschnittlicher Marktperformer auf halten ab. Die Aktie, die am Wochenende auch bei dem Finanzmagazin Barron?s unter Beschuss geraten ist, tendiert vorbörslich schwächer. Nichts Gutes hat Morgan Stanley auch zu Broadcom zu sagen. Die Gewinnaussichten des Unternehmens werden erneut nach unten revidiert und liegen nun erheblich unter den durchschnittlichen Erwartungen des Marktes. Morgan Stanley vermutet, dass Broadcom weitere Ertragseinbrüche drohen.

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